Burgerking prüft bauliche Lösung
Bild: Sudbrock
Nur bis 22 Uhr kann gegenwärtig der Drive-In-Schalter an der Wiedenbrücker Burgerking-Filiale genutzt werden.
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Ob die eingeschränkten Öffnungszeiten des Drive-In-Schalters ein Dauerzustand bleiben, gilt jedoch nicht als ausgemacht. Fest steht hingegen, dass bei Facebook aktuell eine hitzige Debatte über das Für und Wider darüber entbrannt ist, dass die Burgerschmiede an der Bielefelder Straße nach 22 Uhr nicht mehr direkt durchs Autofenster servieren darf.

Drive-In muss um 22 Uhr schließen

Während sich einige Nutzer des sozialen Netzwerks über Anwohnerbeschwerden empören, die bereits im Frühsommer 2018 zu der Reduzierung der Drive-In-Zeiten geführt haben sollen, können andere die Entscheidung der Stadtverwaltung nachvollziehen: Lautes Türenknallen, Gespräche und nicht zuletzt das Anfahren unter Vollgas trügen demnach nicht gerade zu einer erholsamen Nachtruhe bei. Ein Facebook-Nutzer weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man auch nach 22 Uhr im Restaurant Speisen und Getränke erhalten könne. „Nur dazu muss man sich dann eben von seinem Fahrersitz nach draußen bewegen.“

Im Rhedaer Rathaus weiß man mit Blick auf die jüngste Internetdebatte nichts. „Die Stadt hat aktuell keinerlei Maßnahmen getroffen oder Verordnungen erlassen, die über die Anordnungen vom Frühsommer 2018 hinausgehen“, erklärt Pressesprecher Martin Pollklas auf Nachfrage der „Glocke“. Dafür bestehe auch keinerlei Veranlassung. Denn Anwohnerbeschwerden wegen nächtlichen Lärms habe es nicht geben.

Unternehmen hält sich bedeckt

Burgerking darf seinen Drive-In-Schalter seit einem Jahr nur von 6 bis 22 Uhr öffnen. Danach müssen Kunden direkt ins Restaurant gehen, um zu bestellen. Eventuell könnte sich an der Regelung aber demnächst wieder etwas ändern. Die Betreiberin der Burgerschmiede, die Münsteraner Westfalen AG, prüft nach Auskunft der Stadt aktuell offenbar, wie die Lärmschutzanforderungen dauerhaft – also auch nach 22 Uhr – eingehalten werden könnten. Das Unternehmen erwäge in diesem Zusammenhang eine bauliche Lösung und prüfe deren Möglichkeit.

Burgerking Deutschland wollte zu den jüngsten Entwicklungen nichts sagen und verwies auf die Westfalen AG als Betreiberin des Wiedenbrücker Fast-Food-Tempels. Doch auch dort hielt man sich bedeckt. Eine Stellungnahme war von den Verantwortlichen nicht zu bekommen.

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