Cadillac lässt es in Rheda krachen
Bild: Becker
Alles im Griff: (v. l.) Die Bläser Shan Gao, Georg Weisbrodt und Dirk Riedstra der Band Sixtyfive-Cadillac. heizten dem Publikum am Samstag auf dem Rhedaer Rathausplatz ein.
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Rund 500 Zuschauer verfolgten das Gratis-Konzert unter freiem Himmel in der Innenstadt und waren begeistert. Die Niedersachsen hatten ein mit Hymnen und Klassikern prall gefülltes Musikpaket geschnürt.

Rasanter Start mit Blues Brothers

Mit ihrer rasanten Blues-Brothers-Show fing vor fast 30 Jahren alles an. Hierzulande bekannt sind die Musiker aus Fallingbostel, die bereits seit 1990 zusammen spielen, spätestens seit ihrem Auftritt vor knapp einem Jahr im Gütersloher Mohns Park. Am Samstag legten sie in Rheda rasant los mit den Stücken „Peter Gunn“ von Henry Mancini, „Mustang Sally“, die Wilson Picket besungen hat, und Frank Zappas „Big Leg Emma“. Der Wechsel aus E-Gitarre und Bläsereinsätzen macht die Musik von Sixtyfive-Cadillac spannend und einzigartig.

Bei „Locomotive Breath“ von Jethro Tull nahmen die Besucher auf dem Rathausplatz dann erstmals die Hände aus den Taschen, wippten locker mit und folgten mit ihrem Klatschen dem Takt.

Locomotive überzeugend interpretiert

Vorn am Drängelgitter war derweil alles frei. Dort tanzten zwei Kinder vor der Bühne. Leadsänger Heiko Ebeling ging hinunter und animierte die beiden zum weitermachen. „Locomotive ist für uns heute eine Generalprobe“, hatte Ebeling zuvor gesagt. Die eigene Interpretation dieses Songs wirkte sehr überzeugend. Zumindest im ersten Teil blieben die Reaktionen des Publikums gleichwohl zurückhaltend.

Wetter spielt nicht so richtig mit

Der Leadsänger von Sixtyfive-Cadillac schob es auch auf die nach Regenschauern am Nachmittag merklich abgekühlten Außentemperaturen. „Das Wetter weiß heute nicht, was es will, es könnte wärmer sein“, moderierte er seinen Song „Going back to Miami“ an.

Beatles mit im Gepäck

Auch die Beatles hatten die Fallingbosteler im Repertoire. „Old brown Shoe“ vom blauen Album spielte die Band kurz vor der Pause. Im zweiten Teil des Open-Air-Konzerts folgten weitere Klassiker: „Lady Madonna“, Jailhouse Rock“, „Welcome to Hell“ und „Ghostbusters“. „Der Auftritt war trotz des Wetters sensationell“ und „Die Band hat alles gegeben“ – das Fazit des jüngsten Freiluftvergnügens aus der Reihe „Flora in Concert“ fiel ob der teils widrigen Umstände weitestgehend positiv aus.

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