Carrera-Fans aus Leidenschaft
Bild: Fobe
Mit den Miniflitzern auf der Carrera-Bahn kennen sich Ilja und Nicola Tubes aus Rheda aus.
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 Sind die kleinen Schräubchen passgenau befestigt? Haben die Reifen genug Grip? Und läuft die Achse so rund, dass es für den Sieg reicht? „Das sind Fragen, die Carrera-Fahren erst spannend machen“, findet Nicola Tubes, die gemeinsam mit ihrem Mann Ilja seit zehn Jahren regelmäßig Autos über die Elektrobahn jagt. „Aber Carrera-Rennen das ist so viel mehr, als das bloße Fahren, es ist auch Modellbau“, meint Ilja Tubes.

„Begonnen hat unser Hobby an Weihnachten vor 15 Jahren, als ich meinem Mann eine kleine Carrera-Bahn unter den Baum gestellt habe“, berichtet die 44-Jährige. Ganz uneigennützig sei der Kauf aber nicht gewesen: „Ich muss zugeben, auch ich selbst habe mich darauf gefreut, wie zu Kindertagen die Autos über die Bahn flitzen zu lassen.“ Schnell habe sich der Kreis derer, die gelegentlich im Wohnzimmer auf das Knöpfchen drücken, vergrößert. „Wir haben uns mit ein paar Freunden zusammengetan, eine passende Halle angemietet und alle Carrera-Schienen aneinandergebaut“, blickt Ilja Tubes zurück.

Das Ergebnis: Eine 32 Meter lange Bahnanlage im Bad Rothenfelder Ortsteil Aschendorf, auf der bis zu sechs Carrera-Enthusiasten gleichzeitig nebeneinander fahren können. Die Fans haben sich organisiert: „Im März 2004 hat das Renncenter der Slotracing-Interessengemeinschaft Teutoburger Wald seine Pforten geöffnet“, sagt Ilja Tubes. Seither trifft sich der Club jeden Mittwoch von 18 bis 22 Uhr zum Fahren, Klönen und Basteln, denn ihre Rennautos bauen die Kultspielzeugfreunde selbst zusammen.

Von der Karosserie über die Reifen bis hin zu Sicherheitsgurten und der aufwändigen Lackierung der kleinen Flitzer: Nicola und Ilja Tubes werkeln liebend gern an den Autos herum. „Das ist nicht mal eben an einem Tag fertig“, erklärt Ilja Tubes, was ihn an dem aufwändigen Hobby reizt. „Erst in den Rennen bemerkt man, ob man eine Schraube noch fester ziehen muss, oder ob ein Auto aufgrund der Bauweise schlecht in der Kurve liegt. Dann muss man den Wagen eben noch einmal in seine Einzelteile zerlegen“, weiß Nicola Tubes aus Erfahrung.

Besonders bei Zehn-Stunden-Rennen mache es sich bezahlt, wenn man beim Zusammensetzen der Einzelteile penibel vorgegangen sei.

Mehr darüber in der „Glocke“ am Samstag.

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