Carsharing: Mieten statt kaufen
Bild: Grujic
Bitte einsteigen: Drei silberfarbene Ford Ka stehen ab Juni an drei Stellen in Rheda und Wiedenbrück zur kurzfristigen Ausleihe bereit.
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 „Einfach einsteigen und losfahren“ lautet die Devise der Kölner Ford-Werke, die das Autoverleih-System künftig flächendeckend im ganzen Land anbieten wollen und dabei vor allem Klein- und Mittelstädte im Blick haben.

Ziel: Optimale Leihwagen-Abdeckung im ganzen Land

Durch eine Kooperation mit „Flinkster“ soll auch in Großstädten eine optimale Leihwagen-Abdeckung sichergestellt werden. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn ist überwiegend in Ballungsräumen aktiv und verfügt bereits jetzt über eine Carsharing-Flotte von mehr als 8000 Fahrzeugen.

Davon ist das gerade gestartete Autoverleih-System von Ford noch weit entfernt. Frank Hendricks von der Ford-Händler-Dienstleistungsgesellschaft ist jedoch zuversichtlich, dass das Leihwagennetz des Kölner Fahrzeugherstellers schon in absehbarer Zeit bis zu 3000 Autos umfassen wird. Allein in Ostwestfalen-Lippe sollen bis Jahresfrist 50 Leihwagen mit dem blauen Ford-Emblem auf der Motorhaube unterwegs sein.

Ab Juni drei Autos

In Rheda-Wiedenbrück, wo das neueste Geschäftsfeld der Ford-Werke am Mittwoch erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, sind ab Juni zunächst drei Exemplare des Kleinwagens Ford Ka im Einsatz. Sie stehen auf speziell gekennzeichneten Parkplätzen am Nordwall in Wiedenbrück sowie am Bahnhof und am Rathaus in Rheda. Wer eines der Fahrzeuge stunden- oder tageweise nutzen will, kann es bis zu 15 Minuten vor Reisebeginn via Internet, über eine Smartphone-App oder telefonisch reservieren.

Wenigfahrer und Sparer im Visier

„Das Angebot richtet sich vor allem an Wenigfahrer oder an Menschen, die aus Kostengründen auf ein eigenes Fahrzeug verzichten“, erläutert Hans Carree junior vom Wiedenbrücker Ford-Autohaus Lückenotto. Doch auch Firmen, die Nutzungsspitzen in ihrem Fuhrparkkontingent abfedern wollen, kämen als Kunden infrage.

Mettenborg: „Sinnvolle Ergänzung“

Seit drei Jahren überlege die Stadt, wie das Nahverkehrsnetz optimiert werden könne, sagte Bürgermeister Theo Mettenborg. Das Carsharing-System von Ford sei eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Bus- und Bahnnetz, die die Kommune gerne mit der Bereitstellung von drei Stellplätzen in den beiden Stadtzentren unterstütze.

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