Cinderella erobert Prinz und Publikum
Bild: Dresmann
Mit dem Musical  Cinderella  ist der Musikschule Wulfheide eine gelungene  Premiere gelungen.
Bild: Dresmann

Es ist die Geschichte des Waisenmädchens Cinderella, das mit seiner Stiefmutter und seinen  zwei Stiefschwestern lebt und von ihnen zum Dienstmädchen degradiert wird, bis der Prinz sich in es verliebt. „Cinderella“ ist das dritte Musicalprojekt der Musikschule Wulfheide, und erneut gelingt Klaus Wulfheide ein kleines Meisterwerk. Generationen spielen zusammen und lassen vergessen, dass sie Laien sind.

So taucht das Publikum ein in die Welt der Cinderella, gespielt von der 20-jährigen Viktoria Rapp, die am Kamin ihren einzigen Rückzugsraum hat: „In der hintersten Ecke ist mein Platz“, singt sie mit wunderschöner Stimme. Zugleich wird der Prinz (Lucas Reichow) vom Königspaar (Beate Kautzmann und Jörg Berhorst) gedrängt, doch endlich eine Prinzessin zu finden. Durch Lionel den Hofdiener, gespielt mit viel Charme und Witz von Matthias Grimmelsmann, lassen sie singend verkünden: „Der Prinz lädt alle zum Ball“. Den wollen sich natürlich Cinderellas Stiefschwestern nicht entgehen lassen, deren Lachen so schrill ist wie ihre Kleidung. „Bald schon wird er mich zur Prinzessin machen“, ist sich Minerva (Britta Bultmann) ihrer Sache sicher. Auch ihre Schwester Calliope (Annette Rösler) macht sich Hoffnungen.

Cinderella, die vor dem Kamin die Hoffnung, auf den Prinzenball gehen zu können, verloren hat, bekommt – ganz märchenhaft – natürlich ihre Chance. Alexandra Avenwedde betritt als Fee die Bühne und zaubert alles herbei, was Cinderella für einen Ballabend benötigt. Im Handumdrehen stehen Kutsche, Diener und ein wunderschönes Kleid zur Verfügung. Alles musikalisch untermalt vom 23-köpfigen Orchester. Zur Komposition des gelungenen Gesamtbilds tragen außer den Kostümen und dem Bühnenbild viele Lichteffekte bei. Als Cinderella kurz vor Ende des Balls den Festssaal betritt, ist es im Nu um sie und den Prinzen geschehen. Beschwingt tanzt das Paar seinem Happy End entgegen.

Obwohl im ersten Akt ab und zu ein längerer Atem von Nöten ist, wird sich für die nach sechs Vorstellungen insgesamt 2000 erwarteten Zuschauer der Besuch gelohnt haben.

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