Clearingstelle in Rheda fast startklar
Bild: Sudbrock
Im Bahnhof sind bereits heute Abteilungen der Stadtverwaltung untergebracht. Bald kommt die Clearingstelle dazu.
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Dort befindet sich bereits seit einigen Jahren der Anlaufpunkt für die kommunalen Fachbereiche Soziales, Integration und Wohnen. Künftig bilden alle vier eng miteinander vernetzten Themenfelder im Bahnhof eine räumliche Einheit.

Zwei Stellen besetzt

Wie Erster Beigeordneter Dr. Georg Robra in einem Sachstandsbericht für die nächste Sitzung des Sozialausschusses (Beginn Dienstag, 28. Januar, um 17.30 Uhr im Rathaus Rheda) schreibt, sind die zwei Sozialarbeiterpositionen für die neue Clearingstelle inzwischen besetzt worden. Zwei Verwaltungsmitarbeiterstellen sind zurzeit extern ausgeschrieben. Auch sie sollen baldmöglichst besetzt werden, damit die Anlaufstelle für osteuropäische Werkvertragsbeschäftigte zeitnah ihre Arbeit aufnehmen kann.

Integration verbessern

Ziel der vom Stadtrat beschlossenen Clearingstelle ist es, die Integration von Polen, Rumänen und Bulgaren in Rheda-Wiedenbrück zu verbessern. Die Menschen sollen unter anderem einen Überblick über Hilfs- und Beratungsangebote erhalten.

Besuch zwingend erforderlich

Für die Anmeldung im Bürgerbüro des Rathauses ist künftig der vorherige Besuch der Clearingstelle für osteuropäische Arbeitnehmer zwingend erforderlich, erläutert Dr. Robra. Im Rahmen des obligatorischen Erstgesprächs sollen unter anderem die Ausweispapiere auf Echtheit geprüft werden, um Leistungsmissbrauch vorzubeugen.

Eigenverantwortung übernehmen

Ein weiteres erklärtes Ziel der Clearingstelle ist es, Überbelegungen in Unterkünften für Werkvertragsarbeiter zu vermeiden. Gelingen soll dies unter anderem durch eine enge Vernetzung mit der städtischen Wohnraumkontrolle. Aber wie erfahren die Osteuropäer künftig von der Existenz der Clearingstelle? Hier sieht der Erste Beigeordnete und allgemeine Vertreter des Bürgermeisters vor allem die Sub-Unternehmen sowie die Firmen, in denen die Menschen eingesetzt werden, in der Pflicht. Zudem sei es an den Werkvertragsarbeitern selbst, sich über ihre internen Kommunikationswege zu informieren, schreibt Dr. Robra.

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