Cor gut gepolstert ins neue Jahr
Blicken zuversichtlich auf das kommende Geschäftsjahr: Marketingleiter Berthold Strüve und Cor-Inhaber Leo Lübke im Cor-Haus (v. l.). „Wir erwarten ein gutes neues Jahr“, stellt Leo Lübke in Aussicht. Wegen der Pandemie wurde vermehrt auf digitale Kanäle gesetzt, doch sinnliches Erleben, das Erproben von Polsterungen sowie Stoff- und Lederqualitäten sind nach Ansicht des Sitzmöbelherstellers aus der Emsstadt Mitgaranten für die hohe Kundenzufriedenheit. Nicht zuletzt deshalb sei 2020 ein Cor-Studio in Berlin eröffnet worden.

Nach dem erfolgreichen Messeauftritt im Januar in Köln bis zu Beginn des Lockdowns im Frühjahr haben laut Pressemitteilung vor allem zahlreiche Neuplatzierungen im Handel eine hohe Auftragslage und Auslastung im Werk beschert, nur von Mitte April bis Ende Mai wurde Kurzarbeit in der Produktion angemeldet. „Im Rückblick ein vorübergehender Einbruch“, erklärt Inhaber Leo Lübke, „der aber im Mai unsere Jahresplanung auf einen harten Prüfstand stellte.“

42 Millionen Euro Gesamtumsatz

Dass bis Ende Dezember der Umsatzerlös um zwei Prozent, der Auftragseingang sogar um elf Prozent steigen würde, war laut Unternehmensangaben kaum vorhersehbar. Nach einem Rekordjahr mit 42 Millionen Euro Gesamtumsatz und einem Auftragseingang von 45 Millionen Euro starte das Unternehmen „gut gepolstert unter hoher Auslastung in der Produktion ins neue Geschäftsjahr“.

Der Premiummöbelhersteller teilt mit, dass er weiter an der Verschlankung der Produktionsprozesse arbeite und kontinuierlich in alle Firmenbereiche investiere. Die Belegschaft umfasst wie im Vorjahr 220 Mitarbeiter. Die internationale Exportquote betrug insgesamt 22 Prozent (2019: 26 Prozent), der Anteil am Objektgeschäft 18 Prozent (2019: 23 Prozent).

Mehr Zeit in den eigenen vier Wänden

„Erfahrungsgemäß erholen sich überseeische Märkte wieder schnell, wenn die wirtschaftlichen Voraussetzungen stimmen“, erklärt Leo Lübke. Freude herrscht darüber, wie engagiert und sicher der Fachhandel durch schwierige Zeiten navigierte. Die zwangsläufige Entwicklung, mehr Zeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen, habe viele neu für den Stellenwert einer komfortablen Einrichtung sensibilisiert.

Cor nutzte vermehrt digitale Kanäle und soziale Medien. „Wir bleiben in analogen Kontexten sehr präsent, der Dialog mit jungen Zielgruppen wird auf digitalen Plattformen geführt“, berichtet Marketingleiter Berthold Strüve. Gleichwohl wurde ein Studio in Berlin eröffnet.

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