Demo gegen das Aus für das Schnitkerhaus
Bild: Dresmann
In einem Trauermarsch taten zahlreiche Menschen ihren Unmut über die geplante Schließung des Schnitkerhauses kund.
Bild: Dresmann

Es ist eine Mischung aus Verzweiflung, Wut und Unverständnis ist auf der Protestveranstaltung im Zentrum Rhedas zu spüren. Als Zeichen eines mit der Schließung des Schnitkerhauses zum 31.12. diesen Jahres verbundenen Aussterbens der Jugendarbeit in Rheda trugen sechs aktuelle und ehemalige ehrenamtliche Mitarbeiter einen Sarg an der Spitze des Demonstrationszuges.

„Wir hoffen immer noch auf ein Umdenken der Presbyter“ sagt Sebastian Schendel, Mitinitiator der offiziell als Trauermarsch betitelten Aktion und Sargträger. Auch Wolfgang Neumann, mittlerweile 55 Jahre alt, trägt den Sarg: „Ich war Jahre lang im Presbyterium tätig und habe unter anderem die Ten-Sing-Aktion hier in Rheda-Wiedenbrück ins Leben gerufen.“ Auch er kann wie viele andere seine Gefühle und seine Meinung kaum richtig in Worte fassen. „Hier wird eine exzellente Jugendarbeit geleistet. Hier ist mittlerweile ein einzigartiges Netzwerk entstanden. Das darf alles auf gar keinen Fall zerstört werden“ sagt der Ex-Presbyter.

Neben der generellen Jugendarbeit und der Ferienvormittagsbetreuung (FeVo) steht mit der Schnitkerhausschließung auch die Ten-Sing-Aktion vor dem Aus.

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