Deutliche Warnung an die Arbeitgeber
Warnstreik IG Metall Westfalia Automotive

Für vier Stunden tritt bei Wochenbeginn etwa die Hälfte von 800 Westfalia-Automotive-Mitarbeitern im Rahmen eines Warnstreiks vorübergehend in den Ausstand. Nichts geht mehr in dem Unternehmen am Sandberg, während die Metaller in Wiedenbrück eindrucksvoll die Position ihrer Gewerkschaft bei den Verhandlungen in Baden-Württemberg untermauern. Während die Arbeitnehmerseite 5,5 Prozent mehr Lohn fordert, haben die Chefs nur 2,2 geboten. Zu wenig, wie auch die Wiedenbrücker sagen. „Wenn es heute nicht zu einer Einigung kommt, müssen wir halt noch eine Schippe drauflegen“, kündigt Gewerkschaftssekretär Hans-Werner Heißmann-Gladow am Montag an: Wenn die Arbeitgeber ihren Beschäftigten nicht weiter entgegenkommen, ist es vorbei mit Warnstreiks – dann geht es ans Eingemachte.

Dabei gehe es in erster Linie gar nicht nur um ein Mehr an Lohn, betont am Montag der Betriebsratsvorsitzende bei Westfalia Automotive, Hubert Markmann. Vielmehr sei es von Bedeutung, Verbesserungen hinsichtlich Alters- beziehungsweise Bildungsteilzeit zu erreichen. „Das ist es, was uns unter den Nägeln brennt.“ In der Vergangenheit seien bereits zu viele Chancen vertan worden.

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