Dichter Rauch versperrt Fluchtweg
Foto: Eickhoff
Der Bewohner eines Mehrfamilienhauses am Berliner Wall in Wiedenbrück hatte sich auf einen Balkon im ersten Obergeschoss gerettet, nachdem er im Treppenhaus eine massive Rauchentwicklung wahrgenommen hatte und dieses nicht mehr passieren konnte.
Foto: Eickhoff

Zuvor hatte der Mann im Treppenhaus eine massive Rauchentwicklung wahrgenommen, der Fluchtweg war somit versperrt. Um 12.26 Uhr hatte er sich bei der Kreisleitstelle der Feuerwehr gemeldet, die neben den Blauröcken auch drei Rettungswagen aus Harsewinkel und Gütersloh sowie das Notarzteinsatzfahrzeug aus der Kreisstadt entsandte.

Schwierige Anfahrt

An der Feuer- und Rettungswache an der nur wenige hundert Meter entfernten Franz-Knöbel-Straße setzten sich der stellvertretende Stadtbrandinspektor Matthias Goerke und Andreas Harder vom Vorbeugenden Brandschutz in den Dienst-Passat des Führungsbeamten und eilten über die Breite Straße zu dem Einsatzort. „Wir mussten erst einmal die Lage erkunden und sind schließlich über ein Nachbargrundstück in den Garten des betroffenen Hauses gelangt“, berichtete Goerke später.

Das Löschgruppenfahrzeug des Löschzugs Wiedenbrück dann über den Nonnenwall zu dem Objekt. Über eine Steckleiter konnte der Mann schließlich den Balkon verlassen. Er wurde nach einer ersten Untersuchung durch eine Notärztin in ein Krankenhaus eingeliefert. Sechs der insgesamt 47 Einsatzkräfte rüsteten sich mit Atemschutzgeräten aus und löschten den Brand in einem Abstellraum des Hauses.

Lüfter bläst Rauch raus

Gleichzeitig durchsuchten deren Kameraden das Gebäude nach weiteren Bewohnern, trafen allerdings niemand weiteres an. Unter Einsatzleitung von Sebastian Lohmann wurde schließlich mit einem Hochleistungslüfter der gefährliche Brandrauch aus den Zimmern gewirbelt. Polizeibeamte sperrten in dem betroffenen Bereich die Bielefelder Straße für rund eine Stunde.

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