Dienstreise nach Togo vom Rat genehmigt
Bild: privat
Was mit dem Geld aus Rheda-Wiedenbrück in Togo passiert, wollen sich Bürgermeister Mettenborg und zwei Ratsmitglieder bald vor Ort ansehen. Die Dienstreise wurde in nichtöffentlicher Sitzung genehmigt.
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Unter dem Tagesordnungspunkt „Genehmigung einer Dienstreise“ war über die Fahrt in der jüngsten Stadtratssitzung diskutiert worden – hinter verschlossenen Türen im Rahmen des nichtöffentlichen Teils der Zusammenkunft. Das sei ein Fehler gewesen, erklärte am Tag nach der Sitzung Bürgermeister Mettenborg. „Das Thema hätte öffentlich erörtert werden müssen.“

„Wollen unsere Wertschätzung signalisieren“

Das Stadtoberhaupt legt Wert auf die Feststellung, dass es sich bei dem zwölftägigen Togo-Aufenthalt um eine Dienstreise handelt. „Seitens der Partnerschaftskommission und des Togo-Fördervereins war in der Vergangenheit mehrfach der Wunsch herangetragen worden, dass sich eine offizielle Delegation vor Ort ein Bild von der geleisteten Entwicklungshilfe macht“, betonte Mettenborg. „Dieser Erwartungshaltung wollen als Stadt aus zweierlei Gründen mit der bevorstehenden Fahrt nachkommen: Zum einem, um mit dem Besuch unsere Wertschätzung der Menschen in Togo zu signalisieren, und zum anderen, um die Arbeit des Fördervereins zu würdigen.“

40 Jahre freundschaftlich verbunden

Mettenborg unterstrich, dass sich die beiden Ratsmitglieder und er einer Reisegruppe des Togo-Fördervereins anschließen. „Einen Sonderstatus oder irgendwelche Privilegien bei der Unterbringung wird es für uns definitiv nicht geben.“ Es gehe einzig und allein darum, Kontakt zu möglichst vielen Menschen in dem afrikanischen Land, dem Rheda-Wiedenbrück seit mehr als 40 Jahren freundschaftlich verbunden ist, zu knüpfen. „Und natürlich wollen wir das, was in den zurückliegenden Jahrzehnten mit finanzieller Unterstützung aus unserer Stadt an Hilfsprojekten entstanden ist, in Augenschein nehmen.“

Mettenborg erläuterte, dass die Stadt Rheda-Wiedenbrück den Togo-Förderverein jährlich mit 5600 Euro fördert. Zum 40-jährigen Bestehen der Verbindung seien einmalig 20 000 Euro ausgeschüttet worden. Hinzu kämen unzählige Spenden von Privatpersonen und Unternehmen, mit denen in dem Entwicklungsland bereits viel Gutes bewirkt werden konnte.

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