Domhof soll in neuem Glanz erstrahlen
Foto: Stadt Rheda-Wiedenbrück
Bei der Übergabe des Förderbescheids vor dem Domhof in Rheda: (v. l.) Julia Büyükdag (Savci-Events), Ministerin Ina Scharrenbach, Dr. ErnstGünter Kiock (Vorsitzender und Schatzmeister des Fördervereins Domhof), Eventgastronom Orhan Savci, Bürgermeister Theo Mettenborg, Professor Dr. Ernst Albien (Vorsitzender Heimatverein Rheda) und Klaus Landwehr (Fachbereich Denkmalpflege). Das Foto stammt von der Stadt, die ausdrücklich darauf hinweist, dass die Beteiligten lediglich für das Foto die Masken an ihrem Platz abgenommen haben.
Foto: Stadt Rheda-Wiedenbrück

Am Montag hat Bürgermeister Theo Mettenborg von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, den Zuwendungsbescheid erhalten. Rund 41.400 Euro stellt das Land aus dem Topf für Denkmalförderung zur Verfügung. Auf eine Summe von 138 000 Euro lassen sich alleine die Kosten für den Denkmalschutz beziffern. 

Stadt beteiligt sich mit 138.000 Euro

Nach 30 Jahren intensiver Nutzung als öffentliche Begegnungsstätte seien die Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen notwendig, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Die Gelder sollen demzufolge genutzt werden, um unter anderem die Sanitäranlagen zu erneuern, die Brandmeldeanlage aufzurüsten, Schäden an der Fachwerkfassade zu beheben sowie Fenster zu reparieren. Außerdem stehen Malerarbeiten, die restauratorische Konservierung der bemalten Saaldecke sowie die Installation eines Klimageräts und das Anbringen von Verdunkelungseinrichtungen im Saal auf der Aufgabenliste. 

Die Stadt beteiligt sich mit einem Eigenanteil in Höhe von 146.600 Euro an den Kosten. Dazu erläutert Ministerin Scharrenbach: „Nordrhein-Westfalen ist ein offenes Geschichtsbuch. Und mindestens eine Seite ist durch den 1616 erbauten Domhof in Rheda gestaltet. Er gehört zu unserem kulturellen Erbe, ist Teil des Gedächtnisses unseres Landes. Deshalb ist Denkmalschutz auch mehr als eine reine Traditionspflege. Es ist Auftrag und Verantwortung für die heutigen und künftigen Generationen.“ Als Landesregierung habe man die Finanzmittel für die Denkmalpflege auf inzwischen mehr als 20 Millionen Euro erhöht, merkte Scharrenbach an, „und der Domhof ist einer der glücklichen Empfänger.“ 

Bürgermeister: „Herzstück in unserer Stadt“

Theo Mettenborg sprach von einem „neuen Glanz für ein wichtiges Herzstück in unserer Stadt“, ehe sich die Ministerin in das Goldene Buch Rheda-Wiedenbrücks eintrug. Der Domhof ist das Domizil des Heimatvereins Rheda. Dieser hat ihn gepachtet. Die Veranstaltungsstätte in den Räumlichkeiten des ehemaligen gräflichen Stadt- und Amtsrichters gehört der Kommune. Sie hatte das Anwesen Mitte der 1980er-Jahre erworben und zu einem öffentlichen Begegnungsort umgebaut. Im Zuge der damaligen Sanierungsarbeiten wurde, hinter einer Abhängung verborgen, eine aufwendig bemalte Holzdecke entdeckt. Die Malerei stammt aus der Zeit der Lipperenaissance um 1662.

SOCIAL BOOKMARKS