Ehrenämter zum Anfassen
Susanne Fischer (l.),  städtische Beauftragte für Gleichstellung und Familien, und Gotelinde Sedello, städtische Beauftragte zur Förderung des Ehrenamts, freuten sich über den ausgezeichneten Besuch der Messe im Rathaus Rheda.

Die junge Katharina Harder war aber nicht ganz bei der Sache: Der bleiche Dummy, der stumm auf dem Boden lag und dem sie zaghaft mit beiden Händen auf den Brustkorb drückte, war ihr schlichtweg unheimlich. Doch Vater Andreas Harder, Leiter des städtischen Rettungsdiensts, stand in Griffweite des Mädchens und schmunzelte: „Es geht doch. Übung macht den Meister.“

Es war viel los  im Rathaus Rheda. Foyer, ehemaliges Bürgerbüro, Zwischengeschoss, Balustrade und kleiner Sitzungssaal waren voll von Menschen. Das galt auch für den SPD-Fraktionsraum. Dort herrschte Karneval. Die „Blauen Funken“ und bestens aufgelegte „Helüaner“ waren präsent. Letztere hatten beim Tischfußball Spaß – und sie warben ebenfalls für ihre selbst gebaute Menschkickeranlage, die zu groß ist, um sie vor Ort aufzubauen. „Man kann sie ausleihen“, verriet ein Prinzengardist.

40 Vereine und Einrichtungen präsentierten ihre Angebote auf der zweiten Ehrenamtsmesse der Doppelstadt. Gastgeberin war die Stadtbeauftragte zur Förderung des Ehrenamts, Gotelinde Sedello: „Wir hoffen auf gute Kommunikation, die später Früchte trägt. Nach den Sommerferien ziehen wir eine Bilanz der Veranstaltung.“

Besucher konnten sich am Stand des jungen Vereins „Brücken bauen“ über dessen Patenprojekte informieren. Das Seniorenheim St. Elisabeth Rheda bot Rhabarber, Birnen und Pfirsich in Minisaftbechern an. „Seit Freitag besitzen wir die Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung“, sagte Hauswirtschaftsleiterin Angelika Brüning stolz. Die Saftproben, versicherte die Fachfrau, weckten bei Demenzkranken „Erinnerungen daran, als sie noch selbst Obst eingekocht haben.“

Annemarie Peitz (17) aus Batenhorst schwenkte am GNU-Stand eine Tafel mit den Abbildungen heimischer Singvögel. Naturschutz braucht auch Ehrenamtliche, wusste der Umweltschützer und Bundesverdienstmedaillenträger Ewald Birkholz zu berichten. Auch um Tiere ging es beim Stand des Pferdeschutzhofs „Four Seasons“, der weitere Helfer und Unterstützer sucht.

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