Ein Praktikum in Suriname
„Times of Suriname“ heißt die südamerikanische Tageszeitung, bei der die 23-jährige Ariane Vaughan aus Rheda momentan ein dreimonatiges Praktikum absolviert.

Sie arbeitet zurzeit  in der mehr als 7500 Kilometer von Westfalen entfernt liegenden Stadt Paramaribo.  Mit der Tätigkeit bei einer heimischen Zeitung ist ihr Alltag in der Redaktion der „Times of Suriname“ nicht vergleichbar, zumindest vermutet Ariane Vaughan das: „Ich habe den Eindruck hier läuft alles etwas entspannter ab, das ist eben die südamerikanische Mentalität.“ Daran habe sie sich zunächst gewöhnen müssen.

Die größte Herausforderung sei allerdings die fremde Sprache. Denn mit Deutsch kommt sie in dem Land erwartungsgemäß nicht weit. „Die Amtssprache hier ist Niederländisch“, erklärt die 23-Jährige. Das war auch der Grund, warum sie sich ausgerechnet das ihr zuvor gänzlich unbekannte Suriname für ein Praktikum ausgesucht hat. Ariane Vaughan absolviert nämlich Niederlande-Deutschland-Studien an der Universität in Münster. „Der multidisziplinäre Studiengang deckt verschiedene Themengebiete ab, zum Beispiel Kommunikations- und Politikwissenschaften“, sagt sie. In die redaktionelle Arbeit einer Tageszeitung hinein zu schnuppern und gleichzeitig intensiv an ihren Sprachkenntnissen feilen zu können, erschien der schreibbegeisterten Studentin deshalb passend.

Die Aufgaben, die Ariane Vaughan täglich erledigt, sind abwechslungsreich. „Da die Zeitung sowohl englischsprachige als auch niederländische Seiten hat, übersetze ich häufig Artikel in die jeweils andere Sprache“, schildert sie. Berichte anderer Zeitungen sowie von PR-Agenturen aufzuarbeiten, gehöre außerdem zu ihren Tätigkeiten. Lieber recherchiert sie aber für Artikel, die aus ihrer eigenen Feder stammen.

Niederländisch ist eben noch nicht ihre zweite Muttersprache. „Aber das Schreiben und Sprechen fällt mir inzwischen schon viel leichter“, sagt die 23-Jährige. Das liege daran, dass sie rund um die Uhr mit dieser Sprache konfrontiert werde, auch wenn sie frei hat – dann haben ihre 18 Mitbewohner wesentlichen Anteil an ihrer Sprachschulung.

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