Ein „Top-Gründer im Handwerk“
Bild: Krämer
Fortschrittlich: Jungunternehmer Karl-Heinz Holste modernisierte die traditionsreiche Tischlerei Vogt in Rheda mit neuen Anlagen. Auch diese Erneuerungen bescherten ihm die Auszeichnung.
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Er wurde jüngst als einer von drei „Top-Gründern im Handwerk“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Bundeskongresses der Handwerksjunioren in Berlin erhielt er die Urkunde für den dritten Platz bei dem deutschlandweiten Wettbewerb. Die Fachzeitschrift „Handwerk Magazin“ kennt auf diese Weise innovative und zukunftsweisende Jungunternehmer an, die sich in den vergangenen fünf Jahren selbstständig gemacht haben. Karl-Heinz Holste, der mit seiner Familie in St. Vit lebt, setzte sich gegen 75 Mitbewerber durch.

Detaillierte 3D-Zeichnungen möglich 

Mit dem dritten Platz ist der 41-Jährige zufrieden. „Schließlich war es spannend bis zum Schluss. Die drei Besten wurden nach Berlin eingeladen und bis zur Verleihung wusste keiner, wer auf welchem Platz landen wird“, berichtet er. Die Ehrung ist eine Anerkennung für seine Umstrukturierung in den vergangenen dreieinhalb Jahren: Mit Elan und Leidenschaft modernisierte er die alteingesessene Tischlerei am Bosfelder Weg. Karl-Heinz Holste führte Computer ein, um für den Kunden detaillierte 3D-Zeichnungen zu erstellen. „Die Planung ist jetzt besser vorstellbar“, erklärt er. Eine installierte Zeiterfassung an den Arbeitsplätzen hilft, um Fertigungs- und Arbeitszeiten elektronisch zu erfassen und auszuwerten. Eine andere Software optimiert den Verschnitt, um Ressourcen zu sparen. Das alles zeigt: In der Tischlerei trifft alte Handwerkskunst auf fortschrittliche Technologie.

Mit Erfolg: Die hochwertigen Holzprodukte kommen bei der Kundschaft so gut an, dass er die Mitarbeiterzahl von anfangs zwei auf mittlerweile acht – darunter drei Lehrlinge – erhöhte. Besonders die Ausbildung junger Handwerker liegt ihm am Herzen. „Wir stellen jährlich einen neuen Lehrling ein“, sagt der Inhaber. Seine Inneneinrichtungen sind deutschlandweit gefragt: In Keitum auf Sylt richteten Karl-Heinz Holste und sein Team eine Villa für 100 000 Euro ein. Für den ehemaligen Fußball-Nationalspieler Patrick Owomoyela wurden Tische und Stühle konstruiert.

Umzug an die Ringstraße in Wiedenbrück

Seine Urkunde als „Top-Gründer“ hat der Tischlermeister noch nicht in seinem Büro, das sich in der Werkstatt befindet, aufgehängt. Im nächsten Jahr zieht sein Betrieb auf das Michels-Areal an der Ringstraße in Wiedenbrück. Dort steht eine große Halle mit mehr Raum zur Verfügung. Aus der Tischlerei Vogt soll dann zeitnah die Tischlerei Holste werden.

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