Ermittlungen wegen versuchten Totschlags
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Nach einem versuchten Tötungsdelikt auf einem Werksparkplatz in Rheda haben Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen.
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Zwischenzeitlich wurde ein tatverdächtiger, weißrussischer Staatsbürger festgenommen. Ein zweiter tatverdächtiger Lkw-Fahrer für Fleischtransporte wird aktuell noch gesucht.

Streit unter Lkw-Fahrern

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Behörden bereits am Samstag vor dem dritten Advent gegen 16.15 Uhr auf dem Werksparkplatz der Firma Tönnies an der Straße „In der Mark“ in Rheda. Demnach mündete ein Streit zwischen drei Lkw-Fahrern in einer körperlichen Auseinandersetzung. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen zwei Lastwagen-Fahrer einen 47-jährigen litauischen Kollegen schwer verletzt haben. Der bewusstlose Mann wurde später in ein Gütersloher Krankenhaus gebracht.

Noch während der laufenden Ermittlungen gab es neue Informationen zum Gesundheitszustand des litauischen Lkw-Fahrers. Er hatte schwerste Verletzungen an Kopf und Oberkörper erlitten. Die Ärzte schlossen eine Lebensgefahr nicht aus. Zudem meldete sich ein Zeuge, der Angaben zu den Abläufen auf dem Schotterparkplatz machte. Er gab an, dass der 47-Jährige mit Faustschlägen und Tritten attackiert worden sei.

Ein Tatverdächtiger wird noch gesucht

Im Rahmen der Zeugenvernehmung wurde ein tatverdächtiger 27-jähriger Lkw-Fahrer aus Weißrussland identifiziert. Weil nach dem neuen Sachstand ein Tötungsdelikt nicht mehr ausgeschlossen werden konnte, informierte die Polizei Gütersloh das Polizeipräsidium Bielefeld.

Markus Mertens leitet die siebenköpfige Mordkommission „Parkplatz“ und hat die Ermittlungen zu dem versuchten Totschlag gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Bielefeld übernommen. Staatsanwalt Christopher York beantragte am Freitag einen Haftbefehl gegen den tatverdächtigen 27-Jährigen. Bei seiner Vorführung beim Amtsgericht Bielefeld ordnete ein Richter Untersuchungshaft an. Kriminalhauptkommissar Markus Mertens: „Nähere Details zu den Hintergründen der Auseinandersetzung sind uns noch nicht bekannt. Die Ermittlungen zu dem zweiten Tatverdächtigen dauern an.“

Polizei bittet um Hinweise

Die Mordkommission suche in diesem Zusammenhang einen russischsprachigen Lkw-Fahrer, der Fleischtransporte durchführt. Der Mann ist etwa 30 bis 40 Jahre alt und hat eine normale Statur. Er besitzt hellere, kurze Haare. Er trug eine graue Sportjacke und weiße ADR-Sicherheitsschuhe mit einer Stahlkappe. Hinweise nimmt die Polizei in Bielefeld unter Telefon 0521/5450 entgegen.

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