Erste Unterkunft für Flüchtlinge steht
Bild: Wassum
Vor dem neuen Wohnpavillon für Flüchtlinge: Fachbereichsleiter Thomas Becher, Alexander Löhner aus der Integrationsabteilung und Kira Bickert vom Immobilienmanagement.  
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„Für uns bleibt da nicht viel zu tun“, lobt er die Initiative „St. Vit hilft“ und den umtriebigen Ortsvorsteher Dieter Feldmann. Rund 60 Schutzsuchende werden in dem Haus (Gesamtkosten rund 650 000 Euro), das von der heimischen Firma Hollenbeck in Holzrahmenbauweise seit Anfang Februar errichtet wurde, eine Heimstatt finden. Thomas Becher, Immobilienmanager der Stadtverwaltung, und seine Mitarbeiterin Kira Bickert, Alexander Löhner sowie ein Vertreter der Firma Hollenbeck stehen als Auskunftgeber zur Verfügung. Drei weitere Standorte in der Stadt sind für solche Wohnpavillons bereits festgelegt: am Südring, Im Ried und am Lümernweg. Sechs zusätzliche sind in der Planungsphase. Aber bevor diese bekannt gegeben werden, müsse erst auch noch mit den Anliegern gesprochen werden, sagte Becher gestern in St. Vit. „Stadtteilgerechtigkeit“ sei ein Grundsatz bei der Standortsuche, versicherte er. Der Druck durch sehr hohe Flüchtlingszuweisungen wie im vergangenen Jahr habe zwar nachgelassen. Dennoch bestehe nach wie vor ein dringender Bedarf. Becher: „Aber wir werden keine Unterkunft bauen, die dann leer steht.“

Aktuell sind 548 Flüchtlinge in Rheda-Wiedenbrück untergebracht. Im Januar gab es 21 Zuweisungen, im Februar 55 und im März 15. Dem 16 mal 54 Meter großen Flüchtlingspavillon in St. Vit liegt ein „Familiengrundriss“ zu Grunde. Ziel sei es dabei, teilt die Stadtverwaltung mit, den Bewohnern ein selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen. Vorrangig Familien, aber auch Einzelpersonen in Gemeinschaften könnten einquartiert werden. Es gibt Wohn-/Schlafräume, Bäder, Küchenzeilen, einen Hauswirtschafts- sowie einen Technikraum. Für eine Grundausstattung sorgt die Stadt als Eigentümerin und Betreiberin der Einrichtung. Auch Internetanschluss soll es geben. Für die Unterkünfte haben die Bewohner gemäß der städtischen Satzung für Übergangsheime eine Monatsgebühr von 90 Euro zu zahlen.

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