Fachbereichsleiter wird Bürgermeister
Franz Vollmer wird neuer Bürgermeister in der niedersächsischen Kleinstadt Bad Laer.

Der Leiter des Fachbereichs Bauverwaltung im Rhedaer Rathaus erreichte bei der Abstimmung, die zeitgleich mit der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen stattfand, aus dem Stand 66 Prozent.

Damit gelang dem 48-Jährigen, der seit 1990 bei der Rheda-Wiedenbrücker Stadtverwaltung beschäftigt ist, eine kleine Sensation. Als Herausforderer von auswärts löste er Holger Richard von der CDU, der 17 Jahre Bürgermeister von Bad Laer war, ab. „Als am Wahlabend die ersten Stimmbezirke ausgezählt waren, konnte ich zuerst gar nicht glauben, dass ich so weit vorne lag“, schilderte am Dienstag ein noch immer bewegter Franz Vollmer seine Eindrücke. „In manchen Ortsteilen habe ich sogar mehr als 80 Prozent erzielt.“

Offen und ehrlich gekämpft

Einen „offenen und ehrlichen, den Menschen zugewandten“ Wahlkampf habe er geführt, unterstrich Vollmer. „Das hat sich am Ende bezahlt gemacht.“ Jetzt freue er sich auf die vor ihm liegende, neue Aufgabe.

Bis er den Chefposten im Rathaus von Bad Laer ganz im Süden des Landkreises Osnabrück übernimmt, werden noch ein paar Monate vergehen. „Die Amtszeit meines Vorgängers endet erst im Herbst“, sagte Vollmer. Bis dahin versehe er wie gewohnt als Leiter des Fachbereichs Bauverwaltung im Rathaus seinen Dienst.

Bewerbung auf Zeitungsinserat

Um die Jahreswende hatte sich Franz Vollmer um die Bürgermeisterkandidatur in dem 10.000 Einwohner zählenden niedersächsischen Kurort beworben. Per Zeitungsannonce hatten die „Bürger für Bad Laer“ (BfB), die seit der jüngsten Kommunalwahl die größte Fraktion im dortigen Stadtrat stellen, nach einem eigenen Kandidaten gesucht, den sie gegen Amtsinhaber Holger Richard ins Rennen schicken wollten. Ende Februar war Vollmer dann offiziell nominiert worden.

Die Herausforderung, einen Kurort fit für die Zukunft zu machen, reize ihn, bekundete Franz Vollmer. „Schließlich habe ich meine Kindheit und Jugend in Bad Westernkotten verbracht.“ Dort stehe man heute vor den selben Problemen und Fragestellungen wie zahlreiche andere Kurorte im Land.

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