Fallschirmspringer verunglückt tödlich
Bei einem Formationsspringen ist im amerikanischen Bundesstaat Arizona am Dienstagnachmittag ein 51-jähriger Rheda-Wiedenbrücker ums Leben gekommen. Auch ein 40-jährige Brite wurde bei dem Unglück tödlich verletzt. Der siebentägige Wettbewerb wurde dennoch nicht abgebrochen.

Bei der Luftkollision kam auch ein 40 Jahre alter Engländer ums Leben. Die beiden Männer waren amerikanischen Medienberichten zufolge Teil einer mehr als 200-köpfigen internationalen Fallschirmspringergruppe, die sich regelmäßig in Eloy bei Phoenix zum Aufstellen neuer Rekorde im Formationssprung trifft. Die Kleinstadt gilt in der Szene wegen der stabilen Wetterverhältnisse und der reichlich vorhandenen Flugzeugkapazitäten als idealer Austragungsort für Formationssprünge.

Luftfahrtbehörde ermittelt

Augenzeugen berichteten, dass der Rheda-Wiedenbrücker und der Brite während eines Sprungs in etwa 90 Metern Höhe kollidierten, wodurch ihre Fallschirme einfielen und beide Männer auf den Boden prallten. Für den Luftsportler aus der Doppelstadt kam jede Hilfe zu spät. Er wurde noch an der Unglücksstelle für tot erklärt. Sein Sportpartner starb wenig später in einem Krankenhaus. Die Kriminalabteilung der Polizeibehörde in Eloy und die Bundesluftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten haben die Ermittlungen aufgenommen. Sie wollen unter anderem durch die Analyse von Videoaufnahmen klären, wie genau es zu dem Unglück kommen konnte. Die Leichname der Männer wurden zur Autopsie freigegeben.

Erfahrene Springer

Die beiden Getöteten galten als erfahrene Fallschirmspringer. Der Rheda-Wiedenbrücker soll bereits mehr als 1700 Sprünge absolviert haben, darunter 80 allein in den vergangenen sechs Monaten. Der Engländer brachte es auf fast 850 Sprünge, davon 100 im letzten halben Jahr. Früheren Berichten zufolge sollte an der Kollision noch ein dritter Fallschirmspringer beteiligt gewesen sein. Doch durch die Ermittlungen der örtlichen Behörden wurde dies inzwischen widerlegt. Der 51-jährige Rheda-Wiedenbrücker und der 40-jährige Brite hatten an der „Square One Sequential Series 2013“ in Eloy bei Phoenix teilgenommen. Bei dem Wettbewerb werden regelmäßig neue Weltrekorde im Formationsflug aufgestellt. Flugformationen mit 200 Teilnehmern und mehr sind dabei keine Seltenheit. Mehr als 2000 US-Dollar beträgt die Teilnahmegebühr. Binnen einer Woche werden bis zu 30 Sprünge absolviert. Die Veranstalter brachen den Wettbewerb nach dem Unglücksfall nicht ab. „Jetzt erst recht“, wird ein Teilnehmer zitiert. Die Möglichkeit eines Unfalls sei bei dieser Sportart ohnehin allgegenwärtig.

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