Ferienspiele: Kinder sind am Zug
Bild: Werneke
Egal ob Spiel oder Sport: Bei den Ferienspielen in Rheda-Wiedenbrück kommt keine Langeweile auf.
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16 Jahre sei sie schon bei dem Ferienprogramm mit von der Partie, das es seit etwa einem Vierteljahrhundert in Rheda-Wiedenbrück gebe. 20 Jahre betreut die Alte Emstorschule das Projekt. Vom China-Kochkursus bis zum Besuch der Karl-May-Festspiele reicht dieses Jahr allein die bunte Mischung der 36 anmeldepflichtigen Veranstaltungen, die das Jugendzentrum an der Wilhelmstraße anbietet. Sie sind nahezu ausgebucht. Hinzu kommen Veranstaltungen ohne Anmeldungen, wie etwa Kinonachmittage.

Vereine bereichern Angebot

Offene und anmeldepflichtige Veranstaltungen bieten zudem Vereine an. Annette Jabs schätzt deren inhaltliche Bereicherung. „Ich finde, die Vereine bringen eine andere Qualität mit hinein, zum Beispiel könnten wir Sport so gar nicht anbieten“, sagt die Sozialpädagogin mit Blick auf Räumlichkeiten, Kompetenzen und personelle Kapazitäten. Sportwochen des DJK Rheda, Angeln mit dem Sportfischerverein, Tennis und Squash beim TC Tennisland Rheda oder offene Schachnachmittage des Rhedaer Schachvereins – die Palette ist breit gefächert. Bezogen auf die Emstorschulangebote weiß die Jugendzentrums-Leiterin: „Unheimlich gut laufen kleinere Kreativangebote.“ Das Herstellen von Sommerduftseife gehört zum Beispiel dazu. „Die Freizeitparks waren auch sofort ausgebucht“, sagt sie – ebenso der Ausflug nach Olderdissen. Kein Grund zu verzagen: Für die Fahrt zum Burgers Zoo in Arnheim sind noch Plätze frei. Am Mittwoch, 25. Juli, startet um 8 Uhr der Bus in die Niederlande. Die Tagestour ist für Familien gedacht, Großvater und Enkel sind ebenso gern gesehen wie die Mutter mit Kind. Finanziert werden die Ferienspiele über Teilnehmerbeiträge und Zuschüsse der Stadt. „Es soll erschwinglich bleiben“, erklärt Annette Jabs, und somit gibt es auch Ermäßigungen für Stadtpassinhaber.

Betreuung am Vormittag

Seit acht Jahren ist die dreiwöchige Vormittagsbetreuung Teil des Ferienspielprogramms. Die Alte Emstorschule stemmt dieses und ihre weiteren Angebote (insgesamt 926 Plätze in sechs Wochen) im Kern mit Annette Jabs als hauptamtliche Kraft und acht Betreuern zwischen 16 und 22 Jahren. In den letzten drei Urlaubswochen bietet die Ferienvormittagsbetreuung von montags bis freitags von 7.45 bis 13.30 Uhr Spaß bei Aktivitäten wie Rallyes, Basteln, Schwimmen und einem wöchentlichen Tagesausflug. Die Schüler können Freunde finden und erhalten Anregungen für den Alltag. Nur noch in den ersten zwei Betreuungswochen gebe es derzeit Restplätze. „Wir haben 50 Kinder pro Woche“, sagt Annette Jabs. In der Regel seien die Hälfte der Teilnehmer Stammgäste. Zwei von ihnen sind jetzt 14 Jahre alt und dürfen dieses Jahr in die Betreuerrolle hineinschnuppern. Die Besucher würden einen Querschnitt der Bevölkerung widerspiegeln, informiert Annette Jabs. Sie habe festgestellt, dass in den vergangenen Jahren die Zahl der Kinder zunimmt, die während der Ferien gar nicht verreisen. Während der ersten Ferienhälfte wird in der Stadt eine Vormittagsbetreuung über die Offene Ganztagsschule angeboten.

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