Festnahmen nach Brandsatz bei Tönnies
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Vor der Villa des Rheda-Wiedenbrücker Fleischunternehmers Clemens Tönnies wurde im August ein Brandatz gefunden - nun hat die Polizei ein tatverdächtiges Paar festgenommen.
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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Stuttgart werfen die Ermittler einer 39-jährigen Frau und einem 38-jähriger Mann zahlreiche anonyme Drohschreiben an Politiker, Behörden, Ministerien und Verkehrsverbünde vor. Neben der Festnahme gab es Durchsuchungen von Wohnungen und eines Büros in Stuttgart.

Verdacht auf Brandanschlag auf Arbeitsagentur

Außerdem soll das Paar im August einen Brandanschlag auf ein Gebäude der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg verübt haben. Der Brandsatz habe, wie auch im Fall Tönnies, nicht gezündet. Eine konkrete Gefahr bestand demnach nicht. Tönnies war in der Corona-Krise wegen seines Umgangs mit Werksarbeitern erneut in die Kritik geraten.

Fünf Wellen an Drohbreifen verschickt

Dem Paar wird versuchte Nötigung, versuchte Brandstiftung und die Verabredung eines Verbrechens zur schweren Brandstiftung vorgeworfen. Dem Mann und der Frau wird zur Last gelegt, seit Dezember 2019 in insgesamt fünf Wellen Drohbriefe an eine Vielzahl von Empfängern verschickt zu haben. Die Ermittler kamen dem Paar unter anderem durch Videoaufzeichnungen an einem Tatort auf die Spur. Außerdem seien DNA-Spuren an Drohschreiben und Tatorten gefunden worden, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit.

Politisch bislang nicht aufgefallen

Das Paar sei bisher nicht wegen politisch motivierter Straftaten aufgefallen. Es hatte unter anderem in Stuttgart gewohnt, war aber zuletzt ohne festen Wohnsitz.

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