Feuerwehrchef mittendrin in der Arbeit
Bild: Werneke
Der neue Rheda-Wiedenbrücker Stadtbrandinspektor Christian Kottmann hat in der Feuer- und Rettungswache am Nordring sein Büro bezogen. Das Bild zeigt ihn an einem Einsatzleitwagen. Der 42-Jährige war zuletzt Löschzugführer in Rheda.
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Haushaltsplansatzung und Fachliteratur liegen auf dem Schreibtisch, und immer wieder meldet sich das Telefon. Seit dem 25. Juni ist der 42-Jährige offiziell Nachfolger von Ulrich Strecker. Einen Tag später hat er im Rathaus die Ernennungsurkunde zum Ehrenbeamten auf Zeit erhalten und ist nun befristet auf zwei Jahre kommissarischer Leiter der Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück. Damit hat Kottmann im Einsatzfall das Sagen über alle Feuerwehrkräfte in der Doppelstadt an der Ems. Für ihn sei es interessant und spannend, „dass sich das Einsatzgebiet auf die ganze Stadt bezieht“, freut sich der Brandoberinspektor, der bis dato den Löschzug Rheda geleitet hat. Rund 280 freiwillige Kräfte, die sich wie er dem Motto „Retten, löschen, bergen, schützen“ verschrieben haben, gebe es in der Emsstadt, hinzu komme eine zirka 40 Mitglieder zählende Jugendabteilung. Rund 100 Kameraden gehörten der Ehrenabteilung an. Die Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter liege bei 60, informiert Kottmann, der nicht nur auf einen reichen Erfahrungsschatz bauen kann. „Fortbildung schadet nie“, sagt der Familienvater und lächelt wissend, denn diese zieht sich wie ein roter Faden durch sein Berufsleben und seine Karriere als Blaurock.

Der in Ostenland aufgewachsene gebürtige Rheda-Wiedenbrücker hat 1992 seine Ausbildung zum Straßenwärter in der Doppelstadt an der Ems aufgenommen und sich kontinuierlich weiterqualifiziert. Zwei Meisterausbildungen – eine zum Straßenwärtermeister und eine im Straßenbauerhandwerk – hat er abgelegt. Seit 2001 leitet er die Abteilung Straßenunterhalt des Betriebs Bauhof an der Hauptstraße. In dem Jahr zog er auch in die Emskommune.

Nimmermüde engagierte sich der nach Rheda Zugezogene ehrenamtlich in der Feuerwehr. Mehrere Faktoren haben dabei eine Rolle gespielt. „Ich bin in einem Dorf groß geworden, wo Vereinsleben recht groß geschrieben wird“, nennt er den Aspekt der Gemeinschaft. Zudem hätten Arbeitskollegen „kräftig die Werbetrommel“ für die Brandbekämpfer gerührt. Da er sechs Jahre Wehrersatzdienst beim DRK-Delbrück geleistet habe, sei ihm die Feuerwehr vertraut gewesen. Feuerwehr, DRK und Polizei hätten sich dort auf einem Grundstück befunden und somit Kontakte bestanden.

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