Finanziell auf den Holzweg geraten
Bild: Schenk
Eine positive Tendenz kann der Insolvenzverwalter mit Blick auf das zahlungsunfähige Holzwerk Wonnemann erkennen.
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„Wir sehen eine positive Tendenz“, sagt Küpper. Er betont jedoch, dass es für eine sichere Zukunftsprognose zu früh sei. Unklar ist auch, wie es für die 90 Beschäftigten des Betriebs weiter gehen wird. Laut Küpper befinde man sich in Verhandlungen zur Vorfinanzierung des Insolvenzgelds, um die Auszahlung der Löhne und Gehälter für den November zu gewährleisten. „Unser Hauptziel besteht darin, die Produktion am Laufen zu halten. Anschließend werden die Sanierungsoptionen geprüft“, erklärt der Insolvenzverwalter. Das Unternehmen profitiere dabei von treuen Kunden und Lieferanten. „Wir führen konstruktive Gespräche“, sagt Küpper. Er hofft, bis Anfang Februar ein umfassendes Bild der finanziellen Situation zu besitzen. Dazu zählt auch die Prüfung der Produktion und des Warenbestands. Anschließend sollen erste Maßnahmen zur Sanierung des Unternehmens anlaufen.

Wie es zu dieser wirtschaftlichen Schieflage kommen konnte, ist noch nicht abschließend geklärt. „Eine Rolle spielt aber sicherlich die schwankende Konjunktur in der Baubranche“, meint Norbert Küpper. Der mittelständische Betrieb wurde 1948 in Rheda-Wiedenbrück gegründet. Das Unternehmen zählt heute zu den europaweit führenden Produzenten von Plattenprodukten, Echtholzkanten und Möbelteilen. Bereits im Jahr 2010 galt die Situation der Firma als angespannt. Die Geschäftsberichte der vergangenen Jahre wiesen darauf hin, dass der Fortbestand des Unternehmens gefährdet sei.

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