Flagge zeigen für besseres Miteinander
Bild: Stephan
Ehre, wem Ehre gebührt: Der siebte Dr.-Lüning-Preis der SPD Rheda-Wiedenbrück ging an den heimischen Verein „Soulbuddies“ und den langjährigen Judotrainer Winfried Schweikardt. Das Bild zeigt die Preisträger mit Vertretern des Ortsverbands sowie den Laudatoren Georg Fortmeier und Klaus Brandner im Haus der Ausbildung am Sandberg, wo die Feierstunde stattfand.
Bild: Stephan

Zum mittlerweile siebten Mal hat der SPD-Stadtverband Rheda-Wiedenbrück am Freitagabend den mit 1000 Euro dotierten Ehrenamtspreis verliehen. Mit dem Preis wollen die heimischen Sozialdemokraten engagiertes zivilcouragiertes Verhalten in der Öffentlichkeit würdigen und Mitbürger ermutigen, Flagge zu zeigen für ein besseres und gerechteres Miteinander. Benannt ist die Auszeichnung nach dem Rhedaer Mediziner und Frühsozialisten Dr. Otto Lüning (1818 bis 1868), dessen Lebensmotto „Ihr sollt nicht träumen, ihr sollt handeln“ lautete.

Dank an stille Helden

Der Preis werde stellvertretend für alle ehrenamtlich Tätigen in der Region verliehen, sagte SPD-Ratsfrau Michaela Koroch, die die Gäste im Haus der Ausbildung am Sandberg willkommen hieß. Ehrenamtliche, so Koroch weiter, seien stille Helden. Sie antworteten, ohne gefragt werden zu müssen.

Diesem Anspruch gerecht wird der im vergangenen Jahr gegründete Verein „Soulbuddies“. Sein Anliegen ist es, Kindern und Jugendlichen schnell, unbürokratisch und unentgeltlich Hilfe in psychologischen Ausnahmesituationen anzubieten. Dabei kann der Verein nicht nur auf 24 pädagogische und psychologische Fachkräfte zurückgreifen, sondern auch auf ein Netzwerk aus derzeit 30 weiteren Helfern mit unterschiedlichen Qualifikationen.

Schnelle und unbürokratische Hilfe

„Das Beste an dem Projekt ist, dass es schnell, anonym und unbürokratisch eine erste Anlaufstelle bietet“, würdigte der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Fortmeier (Bielefeld) als Laudator den noch jungen Verein. „Souldbuddies“ setze sich schon qua Vereinszweck für andere Menschen ein und sei damit ein hervorragendes Beispiel für Engagement und Zivilcourage.

Stellvertretend für den SPD-Stadtverband als Preisstifter überreichte Fortmeier den „Soulbuddies“ einen Aufsteller mit dem Konterfei von Dr. Lüning und einen Scheck über 500 Euro. Außerdem sprach der heimische Spitzenpolitiker an die Preisträger eine Einladung zu einem Besuch des Landtags in Düsseldorf aus. Darüber und ebenso über ein Preisgeld von 500 Euro darf sich auch Winfried Schweikardt freuen. Der TSG-Judotrainer, der vor allem Kinder und Jugendliche an den Sport heranführt, ist am Freitag ebenfalls geehrt worden.

Mit Geduld und Herzenswärme ans Ziel

Seit der 79-jährige gebürtige Danziger im Jahr 1970 von Bielefeld nach Rheda-Wiedenbrück zog, hat er Kinder- und Jugend-Judomannschaften trainiert und betreut. Für eine derartige Aufgabe brauche es Geduld, viel Herzenswärme und Zuneigung, unterstrich der frühere Verler SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Brandner in seiner Laudatio. Winfried Schweikardt zeichneten darüber hinaus Ausdauer, Verlässlichkeit und Einsatzbereitschaft aus. Der so Gelobte zeigte sich erfreut über die Auszeichnung, wollte das Preisgeld aber nicht für sich privat verwenden. Unter dem Beifall der Anwesenden kündigte er an, es zu gleichen Teilen an die TSG-Judoabteilung und den von seiner Tochter Ina geleiteten Linteler Pferdeschutzhof „Four Seasons“ weiterzuleiten.

Glückwünsche an die Preisträger übermittelte auch die Gütersloher SPD-Bundestagsabgeordnete Elvan Korkmaz, deren Grußbotschaft Michaela Koroch am Ende der Feierstunde verlas. Korkmaz lud die Preisträger nach Berlin ein.

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