Flora-Klassik-Sommer unter freiem Himmel
Bild: Werneke
Willkommen zum sonnigen Kulturvergnügen unter freiem Himmel im Rheda-Wiedenbrücker Flora-Westfalica-Park. Zwanglos und kostenlos dürfen die Parkbesucher zwei Konzerte genießen, die sie nach Großbritannien und Spanien entführen. Wer mag, bringt Picknickkorb, Decke und Fähnchen mit. Es wird aber auch ein Getränkeangebot zur Auswahl stehen. Auf zahlreiche Besucher und gutes Wetter hoffen Kerstin Bruchmann-Schön (Flora Westfalica) und der künstlerische Leiter Dr. Rüdiger Krüger.
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Der ganze Spaß kostet sie nichts: Umsonst dürfen die Parkbesucher den Virtuosen lauschen. Sie sind willkommen, ihren gefüllten Picknickkorb mitzubringen, ihre Decken auszubreiten und entspannt Musik unter freiem Himmel zu genießen. Den Auftakt machen „Die Nächte in spanischen Gärten“ am Sonntag, 16. Juli, ab 17 Uhr mit Konzertgitarrist Friedemann Wuttke und den Wuppertaler Kammersolisten. Am Sonntag, 27. August, ab 17 Uhr – somit einen Tag nach der Veranstaltung „Feuer und Flamme“ – steht „British, Now!“ und Jazz mit dem Dogma Chambers Orchestra auf dem Programm.

Vielversprechende Erfahrungen

 „Die Erfahrungen sprechen dafür, dass es eine tolle Sache wird“, erläutert Kerstin Bruchmann-Schön, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Flora-Westfalica-GmbH, dass die Flora an Erfolge wie das Konzert mit der Nordwestdeutschen Philharmonie vor ein paar Jahren und das Freiluftkonzert im vorigen Sommer anknüpfen möchte. In dem neuen Konzept sieht sie eine „super Chance“, einen weiteren Kreis als das übliche klassikinteressierte Publikum zu erreichen. Der künstlerische Leiter des Flora-Klassik-Sommers, Dr. Rüdiger Krüger, setzt auf ein, wie er sagt, „massentaugliches Klassikprogramm“.

Das Repertoire, das Gitarrist Friedemann Wuttke und die Wuppertaler Kammersolisten zum ersten Mal zusammen spielen werden, enthält Werke der Komponisten Luigi Boccherini, Isaac Albeniz und Enrique Granados. „Das ist Spanien live“, gerät Dr. Rüdiger in Vorfreude auf folkloristische Rhythmen, andalusischen Flamenco und lyrische Momente regelrecht ins Schwärmen. Nicht fehlen werde ein Kastagnettenspieler. „British Now!“, heißt die CD des Echo-Preisträgers „Dogma Chamber Orchestra“, das am 27. August, einen Querschnitt daraus spielen wird. Die Zuhörer dürfen sich dann unter anderem auf Benjamin Brittens „Simple Symphony“ freuen. „Mit 18 Musikern sind die da“, kündigt Dr. Rüdiger Krüger eine große Gruppe an, deren Leiter zusätzlich Jazz mit im Gepäck hat. „Beides hat mit uns etwas zu tun“, unterstreicht Dr. Krüger, dass in der Emsstadt sowohl durch die Briten in Gütersloh als auch die städtepartnerschaftliche Verbindung mit Palamós direkte Anknüpfungspunkte zur iberischen Halb- und der britischen Insel bestehen. So hofft er, dass sich einige dieser Landsleute unter die Zuhörerschaft mischen werden.

Zauberbaum-Reihe für Kinder

Kostenlos und draußen – diese Devise soll auch für das auf Mädchen und Jungen zugeschnittene Kulturprogramm gelten. Die Flora-Westfalica-Reihe „Zauberbaum“ setze auf „Kultur für Kinder, die sie da abholt, wo sie sind“, sagt Kerstin Bruchmann-Schön. Und das sei sonntagnachmittags draußen am Seilzirkus im Park. Auf dem grünen Rasen breiten die Veranstalter zum dritten Mal ein buntes Programm aus. Das soll in diesem Jahr ein breiteres Spektrum als bislang abdecken. Beginn ist neuerdings erst um 15.30 Uhr.

 Der Reigen mit vier Freiluft-Veranstaltungen an der Mittelhegge beginnt am Sonntag, 9. Juli, mit dem Puppentheaterstück „Die Bremer Stadtmusikanten“, das das „Sonswastheater“ aus Melle zeigt. Das Bremer Figurentheater „Mensch Puppe“ ist am Sonntag, 30. Juli, mit „Die kleine Raupe“ zu Gast. „Die Kinder lieben ihn“, weiß Kerstin Bruchmann-Schön schon aus Erfahrung, dass Liedermacher Simon Horn, alias „herrH“, es versteht, mit flotter und cooler Musik ein „Spektakel zum Mitmachen“ zu bieten. Er wird am 13. August erwartet. Eine Brücke vom Programm für die etwa Drei-, Vierjährigen hin zu den Älteren möchte die Flora-Westfalica-GmbH am 10. September schlagen. Die Pia-Nino-Band rockt im Park, und die Teens sind aufgefordert, mitzumachen. „Es geht richtig zur Sache“, verspricht Kerstin Bruchmann-Schön.

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