Freche Frauen bringen Piussaal zum Beben
Bild: Wieneke
Das „Putzgeschwader“ aus St. Vit begeisterte beim Frauenkarneval in St. Pius Wiedenbrück mit seinem schwungvollen Staubsaugertanz.
Bild: Wieneke

In Ermangelung einer eigenen Sitzung waren die St. Viterinnen im vergangenen Jahr zu Gast bei den Pius-Frauen gewesen. Diesmal standen sie als engagierte Akteurinnen mit auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Dazu konnte sich Sitzungspräsidentin Hildegard Baumhus über ausverkaufte Ränge im Piussaal freuen.

Engel und Teufel

Kräftigen Beifall gab es für den Sketch „Anna will heiraten“, eine humorvolle Büttenrede über eine Wallfahrt nach Kevelaer und einen zackigen Tanz des „Staubsauger-Putzgeschwaders“ aus St. Vit zur Melodie „Er gehört zu mir“. Den Anfang des närrischen Treibens bestritt derweil ein prächtiger Gemeinschaftstanz aller im Vorder- wie Hintergrund engagierten Pius-Aktiven unter dem Motto „Engel und Teufel“, bei dem Pastor Rüdiger Rasche das Ruder oder besser Lenkrad fest in der Hand behielt.

Knackig und dabei hintergründig-heiter servierten Martina Belmann, Heike Effertz, Sabine Gildemeister, Betty Hiltscher und Marion Zopp im Dreierblock die Kurzsketche „Eis“, „Kaffeeklatsch“ und „Telefon“ – jeweils mit überraschendem Ausgang. Viel zu lachen gab es auch bei der Szene „Tabletteneinnahme“. Denn beim Besuch einer behäbig-feinen Frau mit ihrem ein wenig trotteligen Sohn beim genervten Arzt können sich beide keinen Reim darauf machen, was die lateinischen Fachbegriffe zu bedeuten haben.

Lust auf Schokolade

Nach einem Imbiss samt Schnäpschen ging es mit den Pius-Frauen in die zweite Runde närrischen Frohsinns. Engelchen und Teufelchen lieferten sich etwa beim Kampf mit der Lust auf Schokolade ein illustres Scharmützel.

Ein ungleiches Paar

Im Mittelpunkt des Sketches: ein alterndes Ehepaar, sie (Ilona Bals) wohlgenährt, er (Pastor Rüdiger Rasche) rank und schlank. Als es sich beide abends auf dem Sofa gemütlich gemacht haben, lockt ungebeten das altbekannte Laster. „Ich will keine Schokolade“, sagt die Ehefrau standhaft. Doch der Teufel (Marion Zopp) schmeichelt ihr mit List und Tücke und fragt: „Willst du etwa so dürr wie der Pastor der Nachbarpfarrei sein, der beim Duschen immer hin und her springen muss, um einen Wassertropfen abzubekommen?“ Derweil mahnt ein Engel in Gestalt eines Pius-Topmodels (Heike Effertz), bloß nicht auf den „Teufelsbraten“ hereinzufallen. Schließlich muss der Ehemann schlichtend einschreiten – mit einer großen Dose Süßigkeiten.

Schwungvolle Darbietungen

Mit närrischen Darbietungen trugen die Wiedenbrücker Karnevalsgesellschaft „Helü“ und das RWG-Tanzballett „Rot-Weiß-Gold“ zum Erfolg der Festsitzung anlässlich des runden Geburtstags des Pius-Frauenkarnevals bei. Auch das Stadtprinzenpaar Franz’l und Karin Lücke sowie das „Helü“-Kinderprinzenpaar Felix Beckschäfer und Lilli Winkler schauten vorbei.

Feuerwerk der guten Laune

Zudem brillierten sieben junge RWG-Tänzerinnen unter dem Motto „Feuerwerk“ unter der Leitung von Waltraud Berheide auf der Bühne. Mit einer großen Abordnung präsent waren die Garden der „Helüaner“. Die Jüngsten der Minigarde überraschten mit einem zackigen Tanz, während Alina Lagasch als artistisch begabtes Tanzmariechen glänzte.

Die älteren Mitglieder der Minigarde begeisterten mit ihrem Showtanz und auch die Jugendgarde wusste zu überzeugen. Den tänzerischen Höhepunkt boten aber die „Helü“-Emsmatrosen.

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