Friehoff ist neuer Amtsgerichtsdirektor
Bild: Grujic
Stabübergabe vor dem historischen Wiedenbrücker Rathaus: (v. l.) Landrat Sven-Georg Adenauer, Landgerichtspräsident Dr. Günter Schwieren, der neue Amtsgerichtspräsident Christian Friehoff, sein Vorgänger Uwe Schaper, Landtagsmitglied Dr. Michael Brinkmeier und Bürgermeister Theo Mettenborg.
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Christian Friehoff, der offiziell schon Anfang Januar die Leitung der Justizbehörde an der Ostenstraße übernommen hatte, war zuvor Chef des Amtsgerichts in Rahden (Kreis Minden-Lübbecke). Mit dem Wechsel in die Emsstadt habe sich die Größe seiner beruflichen Wirkungsstätte nahezu verdoppelt, unterstrich der Bielefelder Landgerichtspräsident Dr. Günter Schwieren, der die Zeremonie im Wiedenbrücker Rathaus leitete.

Instanz für fast 100 000 Bürger

50 Mitarbeiter, darunter sechs Richter, kümmern sich im Amtsgericht an der Ostenstraße um Justizangelegenheiten aus den Kommunen Rheda-Wiedenbrück, Langenberg, Rietberg und Herzebrock-Clarholz. Damit ist die Behörde erste richterliche Instanz für fast 100 000 Bürger, wie Landrat Sven-Georg Adenauer in seiner Ansprache betonte. Der Dienstbereich des Amtsgerichts umfasse damit in etwa ein Drittel des Gütersloher Kreisgebiets.

Neuer Lebensabschnitt

Uwe Schaper leitete die Behörde seit Dezember 2001. Den Chefsessel verließ der 65-Jährige nach eigenem Bekunden nur ungern („Ich hätte am liebsten einfach weitergemacht“). Mit dem Erreichen der Altersgrenze beginne für ihn und seine Ehefrau Margret ein neuer Lebensabschnitt, der von gemeinsamen Reisen und Geschichtsforschung geprägt sei.

Humorvoll und loyal

Johannes Granas als Sprecher des Anwaltsvereins attestierte dem scheidenden Amtsgerichtsdirektor eine „stets offene und faire Verhandlungsführung“ sowie Verlässlichkeit in der Urteilsfindung. „Sie können mit Stolz auf ein erfülltes Arbeitsleben zurückblicken“, lobte ihn Bürgermeister Theo Mettenborg. Günter Rötting, Personalratssprecher des Amtsgerichts, dankte Uwe Schaper für die allzeit gute Zusammenarbeit: „Ihr Humor und Ihre aufgeschlossene Art hatten so manches Mal eine entkrampfende Wirkung.“ Mit Loyalität, Einsatzbereitschaft und Einfühlungsvermögen habe Schaper seine Aufgaben wahrgenommen, sagte Landgerichtspräsident Dr. Schwieren. Schwerpunkte habe der 65-Jährige auf das Familienrecht und die innere Modernisierung der Justiz gelegt.

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