„Frühling im Park“ bietet bunte Vielfalt
Bild: Werneke
Das Gartenfestival „Frühling im Park“ lockt seit Donnerstag die Besucher zum Schloss Rheda, unter ihnen auch Kathrin Langejürgen, die Hund „Fellow“ zum Ausflug mitgenommen hat. Die Pforten zum Fest sind bis einschließlich Sonntag, 8. Mai, von 10.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. 
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Von einer „Veranstaltungsperle“, die weit über den Kreis hinaus strahle, schwärmte Landrat Sven-Georg Adenauer anlässlich der offiziellen Festeröffnung am Himmelfahrtstag im Schlossinnenhof. Dort hieß Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg viele Ehrengäste aus nah und fern willkommen – darunter Vertreter aus dem kirchlichen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben. Der Schlossherr unterstrich die Bedeutung des viertägigen Ereignisses als Tourismusfaktor. Er dankte Unterstützern, dem Organisationsteam rund um Judith Westphal und nicht zuletzt seiner Gattin Marissa Fürstin zu Bentheim-Tecklenburg. Sodann galt es, das „Fest der Sinne“, so der stellvertretende Bürgermeister Norbert Flaskamp, zu erleben. Mehr als 5000 Besucher zählte der Veranstalter am Donnerstag zum Gartenfest, das mit über 120 Ausstellern und vielfältigen Aktionen aufwartet.

Obacht auf  seinen Kopf – egal, ob mit ohne ohne Hut – gab mancher beim spannenden „Apollo“-Flug im Park. Dort ließ Markus Kroll seinen Falken in die Lüfte steigen. Zuweilen ganz schön knapp und zugleich äußerst geschickt umflog „Apollo“ Bäume und Zuschauer. Die erfuhren vom Falkner, der auch seine vierjährige Steppenadlerdame „Nena“ mitgebracht hatte, Wissenswertes rund um Biss- und Grifftöter sowie Horstgestalter und -bezieher. Jung und Alt staunten nicht schlecht, als sie hörten, dass ein Falke beim Sturzflug eine Geschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde erreichen kann und alle Greifvögel dank ihrer 15 Halswirbel ihren Kopf um 270 Grad drehen können. Kroll weiß natürlich auch um die Speisevorlieben seiner fleischfressenden Lieblinge: „Mit Brot- und Kuchengelumpe braucht man denen gar nicht zu kommen.“

Der Falkner ist eines der nicht wenigen neuen Gesichter beim 14. „Frühling im Park“. In seiner Nachbarschaft sind einige tierische Attraktionen vom Kaninchen bis hin zum Alpaka versammelt. Gerhard Aschoffs rheinisch-deutsche Kaltblutpferde zeigen, wie sie sich in der Waldarbeit nützlich machen können. Wie zart nehmen sich im Vergleich zu dem mehr als 910 Kilo schweren „Elix“ die flauschigen Küken aus, die am Stand des Rassegeflügelzuchtvereins Wiedenbrück schlüpfen.

Champagner und Schmuck

Ein besonderer Spaßfaktor nicht nur für Väter ist der Formel-1-Simulationswagen. „Das macht echt Spaß“, fand am Donnerstag auch Margarita Kaufmann, die beherzt an dem Modell einen dicken Reifen wechselte. „Frühling im Park“ bringt mal wieder einiges unter einen Hut: Spaß für die ganze Familie, für Gartenfreunde sowie Liebhaber des Besonderen – das alles in einer Mischung aus Bewährtem und Neuem. Für prickelnde Unterhaltung sorgen etwa Anke und Julien Wright von „Delikatours“ aus Gütersloh. Bei Champagnerseminaren im Schlossgarten erfahren die Besucher, wie sich die drei Traubensorten Spätburgunder, Schwarzriesling und Chardonnay, die für die Herstellung von Champagner in Frage kommen, im Geschmack unterscheiden und mit der langen Lagerzeit mit verantwortlich sind für den Preis des edlen Getränks. „Je länger der Champagner reift, desto feiner ist die Perlung“, weiß Anke Wright.

Neu dabei und mit Erlesenem im Gepäck: Das gilt auch für die „Bernsteingalerie“. In Polen werden der helle undurchsichtige Bernstein aus Königsberg und sein cognacfarbenes Pendant aus der Danziger Gegend mit Edelsteinen und Silber zu modernen Schmuckstücken verwandelt. Bernd Keuthen hat aus historischen Fachwerkhausbalken moderne Lampen kreiert. Individuelle Taschen aus edlen Stoffen fertigt Anette Stahlhofen aus Köln. Ihre Arbeiten dürften wie manch andere modische Hingucker beim „Frühling im Park“ vor allem „Sie“ begeistern. Wie praktisch, dass auch noch am Muttertag die Pforten offen stehen.

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