Geflügelgrippe: Knapp 6000 Puten getötet
Bild: Eickhoff
Das THW baute eine Desinfektionsschleuse auf einem Geflügelhof in Lintel auf.
Bild: Eickhoff

  Dadurch werden die Tiere bei einer gewissen Konzentration zunächst ohnmächtig, bevor sie einschlafen, erläuterte ein Mitarbeiter. Am Samstagmittag hatte die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass das Chemische Veterinäruntersuchungsamt in Detmold die Tiere des Betriebes positiv auf die Geflügelgrippe getestet habe. Doch vor dem Hintergrund der sich überschlagenden Ereignisse in Westerwiehe, wo ebenfalls die Geflügelgrippe festgestellt wurde, wurde ein Ortstermin kurzfristig durch die Vertreter des Kreises abgesagt.

Am Abend baute das Technische Hilfswerk in Lintel eine Desinfektionsschleuse auf, durch die die auf dem Hof fahrenden Transporter fahren mussten. Eine zweite Schleuse des Kreisverbandes wurde am Sonntagabend in Westerwiehe aufgebaut, während in Lintel bereits die vorbereitenden Maßnahmen zur Tötung der Tiere anliefen. Bis hin zum fahrbahren Duschanhänger samt Warmwasserbereitung hatten die europaweit arbeitenden Niederländer alles mitgebracht und beeindruckten den Hofbesitzer durch ihr professionelles Verhalten.

Vor Ort machten sich auch Ordnungsamtsleiter Heinz Bremehr und Stadtbrandinspektor Ulrich Strecker ein Bild des Geschehens, der Löschzug Lintel sicherte die Einsatzstelle ab. Das Technische Hilfswerk hatte sich noch eigens Unterstützung aus Lage geholt, um genügend atemschutztaugliche Helfer für die Fahrzeugdesinfektion zu haben.

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