Geisterfahrer verursacht Unfall auf A2
Bild: Eickhoff
Der Fahrer eines Opel Astra (rechts im Bild) hat auf der A2 bei Rheda-Wiedenbrück am Samstagnachmittag einen schweren Unfall verursacht. Er fuhr als Geisterfahrer auf die Autobahn.
Bild: Eickhoff

Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei war der Mann mit seinem im Kreis Recklinghausen zugelassenen Astra an der Raststätte Gütersloh auf die Richtungsfahrbahn Hannover aufgefahren. Bei der Polizei gingen sofort zahlreiche Notrufe ein, über den Verkehrswarnfunk wurden die Autofahrer auf die Gefahr hingewiesen. Da der 84-Jährige die linke der drei Fahrspuren nutzte, wurden die übrigen Autofahrer aufgefordert, den rechten Hauptfahrstreifen zu benutzen und nicht zu überholen. Doch als der Hinweis gesendet wurde, waren die Unfälle schon passiert.

Zunächst wich dem Opel eine Nissan-Quashqai-Fahrerin (30) aus Steinhagen aus. Sie verlor auf dem linken Streifen die Kontrolle über den Wagen und schleuderte in die Mittelleitplanke. Die Fahrzeuge berührten sich nicht.

Kollision und zwei Verletzte

Zur Kollision kam es wenige hundert Meter vor der Raststätte in Fahrtrichtung Dortmund. Nach etwa zwei Kilometern ereignete sich im Bereich des Linteler Sees ein seitlich versetzter Frontalzusammenstoß, bei dem sowohl dem Opel als auch dem entgegenkommenden Mercedes der A-Klasse die rechte Vorderachse herausgerissen wurde. Die 45-jährige Fahrerin aus dem Kreis Lippe verletzte sich ebenso wie der Fahrer des Astra. Der Mercedes blieb unter der Brücke Kornstraße liegen.

Der Löschzug Wiedenbrück der Freiwilligen Feuerwehr rückte an, ferner zwei Rettungswagen, der Rettungshubschrauber Christoph 13 und das Notarzteinsatzfahrzeug aus Rheda-Wiedenbrück. Die Verletzten wurden vor Ort notärztlich versorgt und in nahegelegene Krankenhäuser eingeliefert. Nach Informationen der Polizeipressesprecherin Sonja Rehmert mussten sie lediglich zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben.

In dem Rückstau geschah ein weiterer Unfall. Als bereits drei Fahrzeuge standen, erkannte ein Porsche-Cayenne-Fahrer aus Köln die Situation zu spät und fuhr in die wartenden Wagen. Dabei wurde niemand verletzt. Die Polizei sperrte anschließend die Autobahn für eineinhalb Stunden voll. Schon bevor um 17.55 Uhr die Autobahn wieder komplett freigegeben wurde, konnten die Verkehrsteilnehmer über den Standstreifen an der Unfallstelle vorbeifahren. „Warum der Senior in falscher Richtung von der Rastanlage auffuhr, ist noch unklar“, berichtete Rehmert weiter und fügte an: „Die Ermittlungen dauern an.“

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