Großeinsatz nach möglichem Badeunfall
Foto: Eickhoff
Ist hier jemand ertrunken? Diese Frage beschäftigte am Sonntag die Rettungskräfte am Buxelsee in Lintel. Die großangelegte Suchaktion brachte bis Redaktionsschluss kein Ergebnis. Bereits im Oktober 2020 waren an dem See Kleidungsstücke entdeckt worden. Damals fanden sich keinerlei Hinweise auf eine verunglückte Person.
Foto: Eickhoff

Ist in dem Baggersee gegenüber dem Fleischwerk Tönnies ein Schwimmer ums Leben gekommen? Die Einsatzkräfte hielten das nach der Meldung über den Kleidungsfund zumindest für möglich und starteten deshalb eine großangelegte Suchaktion. Diese brachte jedoch bis zum Abend nach Auskunft von Rheda-Wiedenbrücks Feuerwehr-Sprecher Matthias Köpp kein Ergebnis. 

Passanten finden nasse Kleidung am Ufer

Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften wurden das Gewässer, das nicht als Badesee freigegeben ist, sowie das angrenzende Gelände mehrere Stunden lang akribisch unter die Lupe genommen. Zwölf Taucher von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) suchten unterhalb der Wasseroberfläche. Aufgrund der Größe des Sees mussten sie sich jedoch zunächst auf den Bereich des Sees beschränken, der nahe an der Fundstelle der Kleidungsstücke liegt.

Bei der Kleidung soll es sich nach Auskunft von Feuerwehr-Sprecher Matthias Köpp um Männersachen handeln. Als sie am Sonntag gegen 16 Uhr von Passanten gefunden wurden, sollen sie feucht gewesen sein. Das könnte darauf hindeuten, dass sie zu diesem Zeitpunkt schon länger dort lagen, vielleicht über Nacht.

Mantrailer-Hund wittert keine Fährte

Eine ertrunkene Person konnte am Sonntag trotz intensiver Suche nicht entdeckt werden. Deshalb kam ein sogenannter Mantrailer-Hund zum Einsatz, der anhand des Geruchs der vorgefundenen Kleidungsstücke die Witterung ihres Trägers aufnehmen sollte. Das Tier konnte nach Worten Köpps jedoch keine Fährte entdecken.

Als weitere Option wurde überlegt, mit einem Leichenspürhund auf einem Boot das Gewässer abzusuchen – in der Hoffnung, dass dieser anschlägt, sofern er aufsteigende Verwesungsgase wahrnimmt. „Wir lassen nichts unversucht“, betonte Köpp.

60 Mitglieder der Löschzüge Lintel, Wiedenbrück und Rheda waren am Sonntag vor Ort. Drei Boote patrouillierten die ganze Zeit über auf dem Gewässer.

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