Grüne hinterfragen Keimbelastung
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Wie sieht es aus mit der Belastung durch multiresistente Keime unter anderem in Gewässern? Das will die Grünen-Fraktion wissen.
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Sollte die Antwort positiv ausfallen, will die Naturschutzpartei zudem wissen, was die Stadt dagegen zu unternehmen gedenkt. „Antibiotika-Resistenzen gelten inzwischen als eine der größten Gesundheitsgefahren“, heißt es in dem Antrag der Grünen. Angesichts der Funde von widerstandsfähigen Erregern in Flüssen, Bächen und Seen des Landes stehe die Frage nach besseren Kontrollen sowie eine Nachrüstung von Kläranlagen im Fokus der Auseinandersetzung.

Vor dem Hintergrund des großflächigen Einsatzes von Medikamenten in der Tiermast sieht es die heimische Fraktion überdies als notwendig an, Gülle und Klärschlämme auf Antibiotika und Keimbelastung zu untersuchen. Dies gelte auch für die Abwässer aus der fleischverarbeitenden Industrie, schreibt der stellvertretende Fraktionschef Hans-Hermann Heller-Jordan und argumentiert weiter: „Wenn man bedenkt, dass täglich 5194 Kubikmeter und über das Jahr ermittelt 1,895 Millionen Kubikmeter Abwasser aus der Fleischverarbeitung der Firma Tönnies als Indirekteinleiter unsere Kläranlage durchlaufen, dann stellt sich ebenso die Frage, ob nicht eine weitergehende Abwasserreinigungsstufe dringend erforderlich wäre.“

In dem Fragenkatalog, den die Rheda-Wiedenbrücker Bündnisgrünen der Verwaltung vorgelegt haben, geht es unter anderem auch darum, welche Kosten eine solche weitere Filterstufe mit sich bringen würde. Außerdem will die Fraktion wissen, ob Krankenhausabwässer gesondert behandelt werden.

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