Gut Wohnen wichtiger als Auto oder Urlaub
Wohnküchen wie diese sind in deutschen Wohnungen noch die Ausnahme. Nach einer Emnid-Studie ist die Küche in fast drei Vierteln der Fälle weiter räumlich abgetrennt.

 „Grundsätzlich ist die Wohnzufriedenheit hoch“, sagte Emnid-Geschäftsführer Klaus-Peter Schöppner. Im Wandel seien die Vorlieben bei der Farbgestaltung: 38 Prozent der Befragten schätzen laut Studie natürliche und sanfte Farben gefolgt von weiß und hell mit 33 Prozent. Bei einer Befragung im Jahr 1989 hätten möglichst weiße Farbtöne dominiert.

Sehr konstant ist dagegen laut den Ergebnissen der Befragung das Einrichtungsverhalten der Deutschen. Die Bundesbürger sind wenig experimentierfreudig, wenn es um die Verschmelzung der Wohnbereiche geht. Einzige Ausnahme ist das Wohnzimmer, dass 40 Prozent der Befragten mit einer Essecke und 9 Prozent mit einem Arbeitsbereich kombinieren.

Erstaunliches Ergebnis der Wohnstudie: Der Kochbereich ist nicht ins Wohnzimmer gerückt. In fast drei Vierteln der Fälle ist die Küche weiter räumlich abgetrennt. Nur ein Fünftel kombiniert sie mit dem Esszimmer. „Vielleicht wäre mancher gerne ein Trendsetter, wenn die Größe und die baulichen Voraussetzungen seines Zuhauses dies zuließen“, kommentierte Emnid-Chef Schöppner.

Funktionalität und Langlebigkeit entscheidend

Beim Einrichten folgt laut Emnid fast jeder dem eigenen Geschmack. Beim Möbelerwerb zählen Funktionalität und Langlebigkeit mehr als Preis und Design. Am liebsten kauft man im Möbelfachgeschäft oder Einrichtungshaus, am Online-Shopping beteiligen sich nur 15 Prozent der Befragten.

Mit dem Zusammenbauen der Möbel haben die meisten Deutschen kein Problem. Jeder Dritte hat sich dabei aber auch schon geärgert.

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