Heimleiter auf der Suche nach „Bufdis“
Die Leiter schreiten zur Tat: (v. l.) Hubert Löbbecke, Josef Berning, Heiner Bomholt, Lorenz Moos und Karl-Wilhelm Koppers sind für ihre Seniorenheime verstärkt auf der Suche nach „Bufdis“ – die Abkürzung für „Bundesfreiwilligendienstler“.

Durch die Abschaffung der Wehrpflicht und somit auch des Zivildienstes am 1. Juli hapert es in Seniorenheimen an jungen, engagierten Mitarbeitern. Abhilfe sollen „Bufdis“ schaffen. So lautet die Abkürzung der Stelle, die den Zivildienst ersetzen und vor allem junge Menschen in die Arbeit im sozialen und pflegerischen Bereich locken soll. Seit Anfang Juli gibt es den „Bundesfreiwilligendienst“, noch ist die Resonanz überschaubar. Damit sich das ändert, rührten die Heimleiter Hubert Löbbecke (St. Johannes Baptist Rietberg), Lorenz Moos (St. Josef Herzebrock), Karl-Wilhelm Koppers (St. Aegidius Wiedenbrück), Heiner Bomholt (Haus Margareta Neuenkirchen) und Josef Berning (St. Elisabeth Rheda) am Donnerstag die Werbetrommel.

Gute Erfahrungen aus dem Zivildienst sollen fortgesetzt werden

Das Ziel ist klar: Junges Personal soll für die Arbeit in den sechs Häusern des Vereins katholischer Altenpflegeeinrichtungen (VKA) des Kreises Gütersloh begeistert werden. „Die guten Erfahrungen aus dem Zivildienst möchten wir weiterführen“, sagt Hubert Löbbecke. Er meint mit diesen positiven Eindrücken ausdrücklich solche, die „sowohl die Bewohner als auch die jungen Mitarbeiter, die sich ausprobieren können“, gesammelt haben. Unisono betonen die fünf Heimleiter, dass sich viele ehemalige Zivis nach ihrem Dienst umorientiert und wider Erwarten den Weg in den sozialen Bereich gesucht und gefunden haben. „Viele haben ihre Berufswahl noch einmal überdacht, das ist wirklich eine Chance“, erklärt Karl-Wilhelm Koppers. Früher Zivi, heute „Bufdi“ – im Prinzip hat sich nur der Name geändert. Und wenn es nach den Leitern geht, sollen zukünftig wieder mehr junge Mitarbeiter auf den Fluren ihrer Seniorenheime zu finden sein.

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