Hunde schwimmen im Freibad Rheda
Bild: Grujic
Eine Woche müssen die beiden Labradorrüden Dexter und Steven sowie Mischling Tongo noch warten, bis sie im Freibad Rheda ihre Bahnen ziehen dürfen – vorausgesetzt, ihre Besitzer Loretta Jostkleigrewe und Sebastian Schmolke nehmen sie mit zum Hundeschwimmen.
Bild: Grujic

Mit dem tierischen Badespaß zum Saisonausklang betritt der Förderverein des Freibads Rheda Neuland. „Schwimmende Hunde im Freibad, das hat es im gesamten Kreis Gütersloh nach unserem Kenntnisstand noch nie gegeben“, sagt Alexander Görzen. Der leitende Schwimmmeister in der Badeanstalt am Reinkenweg in Rheda ist sich sicher: „Die Aktion entpuppt sich bestimmt als Publikumsmagnet.“

„Nichts erzwingen“

Am Sonntag, 1. September, legt das Freibadteam für alle schwimmbegeisterten Vierbeiner eine Sonderschicht ein. Von 10 bis 12 Uhr dürfen Hunde und Halter in die Becken hüpfen. Pro Kopf wird ein Eintrittspreis von einem Euro erhoben. „Vielleicht hat der eine oder andere Hund sogar Lust, vom Ein-Meter-Brett zu springen“, sagt Alexander Görzen und schmunzelt. „Erzwingen sollten ihre Besitzer aber nichts.“

Weil alle Hunde, ob groß oder klein, von Natur aus schwimmen können, rechnet Görzen nicht mit Rettungseinsätzen. „Sollte trotzdem ein Vierbeiner oder ein Hundehalter ins Straucheln geraten, stehen wir natürlich sofort Gewehr bei Fuß.“

Keine Angst vor Chlor

Chlor und andere Chemikalien zur Wasseraufbereitung schadeten den tierischen Badegästen übrigens genauso wenig wie den menschlichen, kann Schwimmmeister Görzen Entwarnung geben. Zudem sei ihre Konzentration während des Hundeschwimmens am Sonntag in einer Woche deutlich geringer als zu normalen Betriebszeiten, denn die Reinigungstechnik werde bereits am Samstagabend nach dem offiziellen Saisonende abgeschaltet.

Nach der Sonderöffnung für wasserbegeisterte Vierbeiner ist endgültig Schluss für dieses Jahr im Freibad Rheda. „Dann beginnen wir mit dem Ablassen des Wassers aus allen Becken und dem Winterfestmachen der kompletten Anlage“, erläutert Alexander Görzen.

Schlafanzug statt Badehose

Bis es so weit ist, kommen aber auch die zweibeinigen Badegäste noch einmal auf ihre Kosten: Zum Kaffeeklatsch am Beckenrand gibt es am Samstag, 31. August, dem letzten regulären Öffnungstag, ab 14 Uhr selbst gebackene Kuchen und Torten. Später, ab etwa 16 Uhr, dürfen alle Besucher mit Pyjama oder Nachthemd ins Becken steigen. Mit der Schlafanzug-Aktion will der Förderverein der Badesaison 2013 auf symbolische Weise „Gute Nacht“ sagen. Diesen Brauch hatte es bereits vor Jahren in Rheda gegeben.

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