Initiative Rheda verteidigt Kehrtwende
Bild: Sudbrock
„Das Gelände ist längst verkauft“, heißt es in einer Stellungnahme der Initiative Rheda zu ihrer Kehrtwende in Sachen Kolpingstraße. Der Investor, der auf dem Areal in Bahnhofsnähe ein Einkaufszentrum errichten wolle, habe zudem bereist Vorverträge mit Rewe und Rossmann abgeschlossen.
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„Das von der Stadt in Auftrag gegebene Einzelhandelskonzept rückt die Förderung der Stadtzentren von Rheda und Wiedenbrück in den Vordergrund. Es stellt weiterhin fest, dass der Bedarf an Lebensmitteln fast zu 100 Prozent gedeckt ist. Für viele andere Branchen im Handel gibt es laut Gutachten allerdings noch Spielraum, besonders in Rheda“, schreibt Margret Reker.

Vor diesem Hintergrund sei es nachvollziehbar, dass ein Fachmarktzentrum in Rheda positiv bewertet werde, zumal in der Innenstadt keine geeignete Alternativfläche vorhanden sei. Die 500 Meter Entfernung zwischen Kolpingstraße und Fußgängerzone habe nicht nur das Gutachterbüro als vertretbar angesehen, sondern auch ein Teil der Politik.

Neue Erkenntnisse („wir werden immer zu spät informiert“) hätten zur Kehrtwende der Initiative in Sachen Kolpingstraße geführt. „Bei Veranstaltungen der Politik und der Verwaltung kamen noch andere Planungen auf den Tisch, von denen wir bis dahin keine Kenntnis hatten. Aktuell bewerben sich an der Hauptstraße drei Investoren um Genehmigungen für Discounter und Lebensmittelmärkte. Wenn es dazu kommt, sehen wir unseren Stadtteil dadurch viel mehr geschwächt als durch die Ansiedlung eines Fachmarktzentrums an der Kolpingstraße“, heißt es in der Stellungnahme der Kaufleute. Zugleich betont Margret Reker, dass auf dem Areal in Bahnhofsnähe keine innenstadtrelevanten Sortimente zugelassen seien. „Aus diesen Überlegungen heraus hat eine Abstimmung unter den Mitgliedern eine mehrheitliche Zustimmung für das Fachmarktzentrum in Rheda ergeben.“

Zu der Entscheidung der Gewerbetreibenden habe beigetragen, „dass das Gelände schon an den Investor verkauft wurde und dieser bereits Vorverträge mit Rewe und Rossmann abgeschlossen hat. Somit war eine Bitte um Stellungnahme unsererseits nur Höflichkeit und keinesfalls von Bedeutung für die Realität.“ Margret Reker betont, dass der Initiative Rheda an der Klarstellung des Sachverhalts gelegen gewesen sei. „Wegen der Korrektur unserer Haltung sind wir in der Bevölkerung zuletzt auf Unverständnis gestoßen.“

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