Investor wartet auf Baugenehmigung
Foto: Sudbrock
Wann startet der Bau des Gesundheitszentrums auf dem ehemaligen Gelände der Brennerei Pott-Hartwig? Bislang hat der Gütersloher Investor Joseph Schrull keine Baugenehmigung erhalten. Die ersten Mieter wollen aber schon Anfang 2022 einziehen.
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„Ohne die geht es nicht“, sagt Schrull. Er rechne täglich mit dem langersehnten Brief aus dem Rhedaer Rathaus, verstehe allerdings auch, dass in der Verwaltung wegen der Mehrbelastungen durch den massenhaften Corona-Ausbruch einiges liegengeblieben sei. „Trotzdem würde ich jetzt gerne weiterkommen“, betont Schrull und verweist darauf, dass er das 1616 Quadratmeter große Areal zwischen Widum- und Nadelstraße bereits im Juni freiräumen ließ.

Baugenehmigung bereits im November eingereicht

Der Gütersloher Investor hatte die Baugenehmigung für das Gesundheitszentrum nach eigener Darstellung im November vergangenen Jahres eingereicht. Zuletzt hatte die Stadtverwaltung im Mai erklärt, dass die Erlaubnis zur Errichtung des Neubaus zeitnah erteilt werde. Nun ist Mitte August und das von Joseph Schrull sehnlichst erwartete Dokument liegt immer noch nicht vor. Das werde sich aber in Kürze ändern, behauptet zumindest die Stadtverwaltung. „Die letzten fehlenden Unterlagen zum Bauantrag wurden vorige Woche eingereicht“, erklärt Rathaussprecherin Lena Henkenjohann auf Nachfrage. Und weiter: „Die Verwaltung steht in engem Kontakt mit dem Investor. Die Genehmigung wird schnellstmöglich erfolgen.“

Das wird Joseph Schrull gerne hören. Schließlich hat er schon mehrere Mietverträge mit Ärzten abgeschlossen. „Die Mediziner wollen im ersten Quartal 2022 einziehen“, sagt er. Deshalb sei langsam, aber sicher Eile geboten. Denn bei einem Bauvorhaben dieser Größenordnung müsse man mit einer Realisierungszeit von 18 Monaten rechnen. Acht Einheiten für Arzt- oder Rehapraxen sollen in dem Gesundheitszentrum im Herzen der Rhedaer Altstadt entstehen. Sowohl Haus- als auch Fachärzte gehörten zu den künftigen Mietern, sagt Schrull. Aber auch eine Apotheke und therapeutische Praxen sollten Einzug halten. Darüber hinaus entstehen in den Gebäudekomplexen auf dem ehemaligen Brennereigelände drei Wohnungen mit 65, 75 und 120 Quadratmetern Nutzfläche.

Joseph Schrull hatte das Grundstück im März 2019 von der Stadt erworben. Auflage war, dass der Neubau zu mindestens 75 Prozent medizinisch genutzt wird. Zudem muss der Investor den Entwurf des Gütersloher Architekturbüros GJL umsetzen, der 2015 als Sieger aus einem städtebaulichen Wettbewerb hervorgegangen war. Der rote Backsteinbau der alten Brennerei bleibt erhalten und wird saniert. Der daran angrenzende Neubau fügt sich durch seine Giebeldachstruktur ins Gesamtbild ein.

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