Kamelleregen begleitet junge Jecken
Bild: Schulte-Nölle
„Postdammschule Helau!“ Mit diesem Schlachtruf fiel am Donnerstagmorgen der Startschuss für den Kinderumzug durch Lintel. Unter die bunte Jeckenschar hatten sich auch die Jüngsten aus dem St.-Antonius-Kindergarten gemischt.
Bild: Schulte-Nölle

Fünf Minuten später indes, und damit genau passend zum Startschuss des traditionsreichen Kinderumzugs, versiegten die himmlischen Wassermassen und die rund 120 Nachwuchsjecken konnten sich trockenen Fußes in Bewegung setzen. Unter die fröhliche Cowboy-, Piraten-, Vampir- und Prinzessinnenmeute mischten sich wie bereits in den vergangenen Jahren wieder die Jüngsten aus dem angrenzenden St.-Antonius-Kindergarten. Begleitet wurde der Tross vom Prinzenpaar Martin und Melanie Blum des Linteler Vereins „Ecke Sagemüller“.

Damit der Weg vom Schulgelände schräg hinüber in die Nachbarsiedlung für die Mädchen und Jungen nicht zum Gefahrenpunkt wird, sicherten Mitglieder des örtlichen Feuerwehrlöschzugs die Kapellenstraße weitläufig ab. Jederzeit alles im Griff hatte auch Herbert Junker. Als fescher Freibeuter gewandet, führte der Hausmeister der Postdammschule die lautstarke Truppe an und achtete darauf, dass die Kinder beisammenblieben. Eine herausfordernde Aufgabe, denn entlang der nur wenige hundert Meter messenden Zugstrecke hatten sich zahlreiche Eltern, Großeltern, Geschwister und Verwandte postiert, um dem Nachwuchs den Weg zurück zum Startpunkt im wahrsten Sinn des Wortes ordentlich zu versüßen.

Immer wieder flogen von links und rechts der verkehrsberuhigten Straßen die Kamelle, stürzten sich die Kinder mit Feuereifer auf ihre leckere Beute. Entsprechend schnell füllten sich die mitgeführten Tüten – und das auch bei den Jüngsten, die das Treiben teils mit Respekt etwas abseits stehend verfolgten. Ihnen steckten viele Erwachsenen wohlwollend das eine oder andere Naschwerk separat zu und zauberten damit ein Lächeln auf das Gesicht der Beschenkten. Nach etwa einer halben Stunde war der Spuk schon wieder vorbei. Zur Belohnung für die kräftezehrende Tour konnten sich alle Teilnehmer noch bei Heißwürstchen und Getränken stärken.

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