Karnevalsumzug im zweiten Anlauf
Bild: Nienaber
Das Rheda-Wiedenbrücker Stadtprinzenpaar Sandro und Manuela Monni freut sich auf den verspäteten Rosenmontagsumzug.
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Jetzt wird er nachgeholt. Bis zur letzten Minute werde es voraussichtlich dauern, bis alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, vermutet der Stadtprinz. Vor allem bei den Karnevalswagen erwartet Monni eine Punktlandung. Die mussten nämlich zwischenzeitlich wieder abgebaut werden, da die Auflieger und Anhänger anderweitig benötigt wurden – beispielsweise im Güterverkehr oder in der Landwirtschaft. Lediglich ein Karnevalswagen konnte im geschmückten Zustand auf den Ersatztermin für den Umzug warten, weiß Guido Lütkewitte, Vorsitzender des Rosenmontagskomitees.

Vor etwa zwei Wochen hätten die ersten Karnevalisten damit begonnen, ihre Anhänger für den zweiten Anlauf am Sonntag herzurichten. „Den Auflieger für den Prinzenwagen haben wir erst Mittwoch erhalten“, berichtet Sandro Monni. Mit Hochdruck werde seitdem an seiner Fertigstellung gearbeitet.

Doppelter Stress für Jecken

Für die Jecken sei der verspätete Umzug eine Doppelbelastung, sagt Guido Lütkewitte. Schließlich sei die „fünfte Jahreszeit“, in der sich viele Teilnehmer für die Vorbereitungen Urlaub genommen hätten, längst vorüber. Nun kollidiere oftmals der Alltag mit den noch zu treffenden Vorkehrungen für den Karnevalsumzug.

Am stürmischen Wetter wird es diesmal zumindest nicht scheitern, weiß Lütkewitte: „Kann man den Meteorologen Glauben schenken, bleibt es morgen trocken.“ Deshalb stünden alle Beteiligten erwartungsvoll in den Startlöchern. Besonders freut sich das Stadtprinzenpaar auf seinen Auftritt. „Wäre der ausgefallene Rosenmontagsumzug nicht nachgeholt worden, hätten wir den Höhepunkt unserer Amtszeit nie erleben dürfen“, sagt Sandro Monni. Umso schöner sei es, dass der „krönende Abschluss“ nun doch noch stattfinde – wenn auch mit fünfwöchiger Verspätung.

Vorfreude steigt stündlich

Bei dem einen oder anderen sei in der Zwischenzeit die Karnevalsstimmung abgeebbt, berichtet Lütkewitte. Er selbst habe sich auch dabei ertappt. Seit Anfang der Woche sei die Vorfreude bei den meisten aber zurück. Das liege sicherlich ein Stückweit daran, dass es für die Jecken aus der Emsstadt eine Premiere ist, dass sich der farbenfrohe Lindwurm so spät im Jahr durch die Straßen schlängelt. Guido Lütkewitte: „So lange wie diesmal hat die Session noch nie gedauert.“

Anders als Rosenmontag, aber trotzdem schön: Diese Erwartung haben die Organisatoren des Karnevalsumzugs für Sonntag, 13. März. In Bewegung setzt sich der närrische Bandwurm um 12.33 Uhr an der Ringstraße im Stadtteil Rheda. „Den Doktorplatz wird er etwa um 13.15 Uhr passieren“, schätzt Guido Lütkewitte, Vorsitzender des Rosenmontagskomitees. Zwischen 14 und 14.30 Uhr könnten sich dann schließlich die Wiedenbrücker Karnevalisten zum Kamellesammeln bereit halten. Im Anschluss an den Umzug bestehe wie gewohnt die Möglichkeit, an den Ständen oder in den Kneipen in der Wiedenbrücker Altstadt schwungvoll weiter zu feiern.

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