Karnevalsumzug wird im März nachgeholt
Bild: Nienaber
Im zweiten Anlauf wollen die Rheda-Wiedenbrücker Jecken den wegen Sturms abgesagten Rosenmontagsumzug über die Straßen rollen lassen. Als Ersatztermin steht Sonntag, 13. März, fest. Um 12.33 Uhr soll sich der närrische Lindwurm von der Ringstraße in Rheda aus über den Doktorplatz und die Hauptstraße in Richtung Wiedenbrück in Bewegung setzen. Anmeldungen sind von sofort an möglich.
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Stattdessen soll sich der Karnevalsumzug bereits am Sonntag, 13. März, durch die Stadt schlängeln. Auf den Ersatztermin haben sich Stadtverwaltung und Karnevalsvereine bei einem Treffen am Sonntag verständigt. Das bestätigte Komiteevorsitzender Guido Lütkewitte im Gespräch mit der „Glocke“. „Der 13. März als Termin für den Karnevalsumzug steht zu 100 Prozent“, betonte er.

Abkehr vom Mai-Termin

Als der Umzug am Rosenmontag wegen einer Sturmwarnung abgesagt werden musste, kristallisierte sich zunächst Pfingstsamstag, 14. Mai, als wahrscheinlicher Termin für einen zweiten Anlauf heraus. Eine Wiederholung des Umzugs so spät im Jahr wäre aber aus verschiedenen Gründen schwierig geworden, erläuterte RMK-Chef Lütkewitte. „Es hätte dann auf keinen Fall ein Karnevalsumzug in der gewohnten Form sein können. Wir hätten uns ein völlig neues Konzept überlegen müssen.“

BWK gibt grünes Licht

Insofern spielte den Rheda-Wiedenbrücker Jecken vergangene Woche ein Rundschreiben des Bunds Westfälischer Karneval (BWK) in die Karten. Darin nennt der Verband, dem auch die Vereine aus der Emsstadt angehören, Sonntag, 6. März, als möglichen Ersatztermin für ausgefallene Rosenmontagsumzüge. „Das war eine deutliche Kehrtwende des BWK in der Frage, ob in der Fastenzeit Umzüge zulässig sind oder nicht“, erklärte Guido Lütkewitte. Weil der 6. März die Mitte der sechswöchigen Fastenzeit markiere, sei die Durchführung von Karnevalsumzügen ausnahmsweise erlaubt, begründete der Verband die aus Sicht des Rosenmontagskomitees überraschende Kursumkehr.

Ein neuer Versuch am 6. März wäre in Rheda-Wiedenbrück aber kaum zu realisieren gewesen, betonte Lütkewitte. „Der Vorlauf wäre einfach zu kurz. Schließlich darf man nicht vergessen, dass die meisten Mottowagen inzwischen abgeschmückt wurden, weil die Anhänger und Zugmaschinen gewerblich oder in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen.“

Drei Wochen Vorlauf müssen sein

Um den Vereinen und Gruppen ausreichend Zeit zu geben, ihre Wagen erneut mit Blumen, Girlanden, bemalten Holzplatten und Figuren aus Pappmaché zu dekorieren, hätten sich Stadt und RMK auf den 13. März verständigt. Gegenwind vom Karnevalsverband fürchtet Lütkewitte nicht: „In Düsseldorf findet an diesem Tag auch der Umzug statt. Deshalb muss gleiches Recht für alle gelten.“

Alles auf Anfang

„Jetzt steht alles auf Anfang“, freut sich Guido Lütkewitte über die Schützenhilfe vom Westfälischen Karnevalsbund. Anmeldungen für den Umzug – auch von Gruppen, die beim ursprünglichen Termin nicht dabei waren, – seien ab sofort bis zum 6. März über die Internetseite des Komitees oder telefonisch möglich. Die Chancen stünden gut, dass der Lindwurm länger wird als unter Normalbedingungen. Lütkewitte: „Uns liegen erste Anmeldungen aus Karnevalshochburgen aus der Nachbarschaft vor, in denen dieses Jahr ebenfalls die Umzüge abgesagt werden mussten.“

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