Katholische Pfarrgemeinden fusionieren
Die St.-Johannes-Kirche an der Nonenstraße wurde 1966 geweiht. 1974 wurde die Kirchengemeinde selbstständig. Am 23./24. Juni 2012 folgt die Wiedereingliederung in die St.-Clemens-Gemeinde.

„Damit erlischt die Johannesgemeinde als Körperschaft des öffentlichen Rechts und Pfarrei durch bischöfliches Dekret“, sagt der Leiter des Pastoralverbunds Rheda, Pfarrer Thomas Hengstebeck. Der Zusammenschluss der katholischen Kirchengemeinden in der ehemaligen Fürstenstadt an der Ems sei von langer Hand geplant gewesen und geschehe im beiderseitigen Einvernehmen auch mit Blick auf die anstehende Bildung des Pastoralen Raums Rheda/Herzebrock-Clarholz, betont Hengstebeck.

Zusammenschluss am Patronatstag

Mit einem gemeinsamen Pfarrfest wird die Fusion von St. Johannes und St. Clemens am Samstag und Sonntag, 23. und 24. Juni, gefeiert. „Wir haben den Patronatstag von St. Johannes Baptist Rheda als Termin für den Zusammenschluss ausgewählt“, erklärt Hengstebeck. Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet am 23. Juni ab 18 Uhr ein Hochamt in der Johanneskirche, danach schließt sich eine bunte Gemeinderevue an. „Wir wollen Rückschau auf die Zeit seit der Grundsteinlegung für die Kirche an der Nonenstraße bis heute halten“, erklärt Pfarradministrator Thomas Hengstebeck. Am 24. Juni geht das Fusionsfest mit der Patronatsmesse in St. Johannes ab 8 Uhr und dem Hochamt in St. Clemens ab 9.30 Uhr in die zweite Runde. „Danach steigt rund um die Clemenskirche das erste gemeinsame Pfarrfest“, erläutert Hengstebeck.

Auf dem Weg zum Pastoralen Raum

Der Pfarrgemeinde St. Clemens Rheda werden nach dem Zusammenschluss 9000 Gläubige angehören. Damit ist sie die größte Gemeinde im noch zu gründenden Pastoralen Raum Rheda/Herzebrock-Clarholz, zu dem auch St. Christina Herzebrock (6100 Christen) und St. Laurentius Clarholz (4000) zählen. Hengstebeck betont, dass die Schaffung des Pastoralen Raums erst im Jahr 2013 beginnen wird und voraussichtlich 2014 abgeschlossen sein soll. Der Leiter dieses kommunale Grenzen übergreifenden Pastoralverbunds werde seinen Dienstsitz aller Voraussicht nach in Rheda, der größten der drei Gemeinden, haben.

Den Gemeindezusammenschluss bezeichnet Pfarrer Thomas Hengstebeck als „wichtigen Schritt zum großen Ganzen“. Die Bildung größerer Einheiten sei klare Zielvorgabe des Erzbistums Paderborn vor dem Hintergrund rückläufiger Gläubigenzahlen auf der einen und immer weniger Priester auf der anderen Seite.

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