Keime haben im Freibad keine Chance
Bild: Hornemann
Alles im grünen Bereich: Schwimmmeisterin Vanessa Müller überprüft im Freibad Rheda den Chlorgehalt des Wassers. Das Reagenzglas mit dem pinkfarbenen Inhalt stellt sie dazu in einen sogenannten Photometer, der später den genauen Chlorwert angibt.
Bild: Hornemann

Das weiß auch Vanessa Müller. Die 24-Jährige ist Meisterin für Bäderbetriebe im Freibad Rheda. Sie kennt die Arbeitsschritte für die Wasseraufbereitung genau. „Viele wissen nur, dass wir Chlor benutzen. Um Keim- und Bakterienbildung im Becken zu verhindern, ist jedoch ein richtiger Reinigungskreislauf notwendig.“

Insekten, Blätter und Pflaster – das sind Beispiele für grobe Schmutzpartikel, die schon direkt neben dem Schwimmbereich entfernt würden. „Das Wasser, das über den Beckenrand schwappt, gelangt durch eine Überlaufrinne zu einem Sieb, das es von grobem Schmutz befreit. Von dort fließt es weiter in unseren Wasserspeicher“, erklärt die Schwimmmeisterin.

Technik filtert Schmutzpartikel heraus

Doch auch unsichtbare Verunreinigungen lauern in den Becken. „Kein Badegast möchte gerne in Körperfetten oder Kosmetika schwimmen. Daher fügen wir dem Speicherwasser sogenannte Flockmittel hinzu, die auch Spucke oder Harnstoff binden“, sagt Vanessa Müller.

Über Pumpen gelange das nasse Element inklusive Flockmittel dann in eine Filteranlage. „Die kann man sich wie einen Sandkasten vorstellen. Das Wasser läuft durch ein Sieb, bestehend aus Aktivkohle-, Sand- und Kiesbetten. Nach dieser Prozedur sind in dem kühlen Nass selbst feinste Schmutzpartikel nicht mehr nachzuweisen“, erläutert die Rhedaer Bademeisterin. Vier Stunden dauere es, bis die Pumpen, die den ganzen Tag lang laufen, den gesamten Beckeninhalt einmal durch die Filteranlagen gewälzt hätten.

Ohne Chemie geht es nicht

Ganz ohne Chemie könne man jedoch keine Trinkwasserqualität sicherstellen. „Um das gereinigte Wasser zu desinfizieren, führen wir Chlorgas hinzu. Das läuft über eine automatisch gesteuerte Anlage, die den aktuellen Chlorgehalt selbstständig misst und je nach Bedarf etwas Chlorgas dazugibt“, erklärt die 24-Jährige. Dies sei eine zuverlässige Methode, die jegliche Keime und Bakterien abtöte.

„Sobald dem Wasser das Chlor hinzugefügt worden ist, besteht keinerlei Ansteckungsgefahr für die Schwimmer mehr“, sagt Vanessa Müller. Egal, welche Krankheiten oder Keine die Badegäste mitbrächten: „Im Freibadwasser sind Pilze, Grippeviren und auch alle weiteren Krankheitserreger ausgeschlossen“, versichert die Bademeisterin.

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