Kirche soll Frauen nicht ausschließen
Bild: Wieneke
Fordern mehr Rechte: „Ja“ zu einer geschlechtergerechten Kirche sagen die örtlichen KFD-Gemeinschaften im Pastoralen Raum Reckenberg. Die Frauen unterstützen offensiv eine Unterschriftenaktion des KFD-Bundesverbands. Das Bild zeigt (v. l.) Doris Mersmann (KFD Langenberg), Marita Künne (KFD St. Aegidius Wiedenbrück), Maria Hünemeier (KFD Batenhorst), Gemeindereferentin Claudia Becker, Maria Stickling (KFD St. Pius Wiedenbrück) und Christiane Diermann (KFD St. Vit). 
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Ihre eindringliche Forderung: „Wir wollen eine Kirche, die Frauen nicht ausschließt.“ „Die Frauen sagen ‚Ja’ zur geschlechtergerechten Kirche“, betonten die Vertreterinnen der örtlichen KFD-Gemeinschaften innerhalb des Pfarrverbunds Reckenberg bei der Eröffnung der Unterschriftenaktion in Langenberg.

Gleichberechtigter Zugang zu allen Ämtern

Nicht nur KFD-Mitglieder, sondern auch alle anderen Frauen sowie Männer sind zur Teilnahme aufgerufen. Es sei weder nachvollziehbar noch akzeptabel, dass Frauen bestimmte Dienste und Ämter sowie Leitungspositionen innerhalb der katholischen Kirche aufgrund ihres Geschlechts verwehrt werden, sagt Doris Mersmann von der KFD St. Lambertus Langenberg. Mit ihrer Unterschrift unterstützen Frauen und Männer gleichermaßen die hochaktuelle Forderung: „Wir wollen eine Kirche, in der Frauen Führungsaufgaben übernehmen können und mit ihren Berufungen ernstgenommen werden. Wir wollen eine Kirche, in der Frauen Zugang zu allen Diensten und Ämtern haben und endlich zu 50 Prozent an allen Entscheidungen beteiligt sind“, sagt Doris Mersmann.

Das alles müsse schnell und insbesondere in vielen kleinen Schritten umgesetzt werden, sagen die örtlichen KFD-Vorstandsvertreterinnen. „Wir fordern keine Päpstin, wir wollen die Gleichberechtigung von Frau und Mann in unserer Kirche“, erklärt Gemeindereferentin Claudia Becker. Sie trägt ebenso wie ihre Mitstreiterinnen das aktuelle Symbol der Unterschriftenaktion in Form eines kleinen purpurfarbenen Kreuzes an ihrer Kleidung.

„Brauchen öffentlichen Rückenwind“

Eine Kirche, die zu wichtigen Fragen und Themen gehört werden und glaubwürdig sein will, müsse Geschlechtergerechtigkeit vorleben und in Zukunft gleichberechtigt von Frauen und Männern geleitet werden. Das schließe ohne Abstriche ein, dass Frauen, die sich für ein Amt als Diakonin oder Priesterin berufen fühlen, auch geweiht werden. „Wir brauchen dringend von innen und zudem auch öffentlich Rückenwind dafür, dass unsere Kirche sich für Frauen öffnet“, betont Claudia Becker.

Denn der gemeinsamen Forderung der Frauen könne nur Nachdruck verliehen werden, wenn die Frauen ihre Wünsche offen kundtäten. Christiane Diermann (KFD St. Vit), Maria Hünemeier (KFD Herz-Jesu Batenhorst), Doris Mersmann (KFD St. Lambertus Langenberg), Marita Künne (KFD St. Pius Wiedenbrück) und Maria Stickling (KFD St. Aegidius Wiedenbrück) sowie Gemeindereferentin Claudia Becker stehen namentlich hinter der Aktion im Pastoralverbund.

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