Kombi geht nach Unfall in Flammen auf
Bild: Eickhoff
Bei einem Unfall auf der Autobahn 2 in Rheda-Wiedenbrück sind am Sonntagmorgen mindestens zwei Personen zum Teil schwer verletzt worden. Ein Fahrzeug fing Feuer.
Bild: Eickhoff

Zu dem ersten Unfall war es gegen 10Uhr gekommen, als der Fahrer eines Mercedes-Kombi der C-Klasse nach Angaben der Autobahnpolizei vom mittleren auf den linken Fahrstreifen wechseln wollte. Der 50-Jährige unterschätzte dabei die Geschwindigkeit eines herannahenden Mercedes-AMG, an dessen Steuer ein 64-jähriger Mann aus Hüllhorst (Kreis Minden-Lübbecke) saß. Beide Fahrzeuge gerieten ins Schleudern, der Sportwagen fuhr noch heftig auf einen Cadillac-Oldtimer auf und prallte gegen zwei weitere Fahrzeuge. Bei diesem Zusammenstoß wurde niemand verletzt.

Weiterer Unfall am Stauende

Etwa 15 Minuten später hatte sich hinter dieser Unfallstelle ein Stau von etwa 500 Metern gebildet, als sich auf der Brücke über die Bielefelder Straße ein weiterer Unfall ereignete. Anscheinend hatte der Fahrer eines VW-Bora die Situation zu spät erkannt und fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf offenbar bereits stehende Fahrzeuge auf. Durch die Wucht des Aufpralls geriet der Bora in Brand, die Insassen konnten den Kombi aus eigener Kraft verlassen. Mehrere Fahrzeuge wurden teils schwer beschädigt. Die Autobahnpolizei musste die Richtungsfahrbahn für mehr als 90 Minuten voll sperren. Beim Feuerwehrfest in Spexard war gerade das Bürgerfrühstück eröffnet worden, als die Blauröcke zu dem Fahrzeugbrand auf der Autobahn gerufen wurden. Ferner rückten die Kräfte der Berufsfeuerwehr aus Gütersloh aus. Zwei Rettungswagen sowie das Notarzteinsatzfahrzeug eilten ebenfalls zu der Unfallstelle. Nach Angaben von Branddirektor Joachim Koch als Leiter der Feuerwehr wurden zwei Menschen zwar schwerer verletzt, aber nicht lebensbedrohlich.

Massenunfall ausgerufen

Aufgrund der Vielzahl der Betroffenen wurde von der Kreisleitstelle in Gütersloh der Massenanfall von bis zu zehn Verletzten ausgerufen, weitere Rettungswagen, der Leitende Notarzt (LNA) sowie der Organisationsleiter Rettungsdienst (OrgL) wurden alarmiert. Nach rund vier Stunden waren auf der Autobahn alle Hindernisse beseitigt, und der Verkehr konnte wieder reibungslos fließen. Nach der Vollsperrung konnten die Verkehrsteilnehmer zunächst auf dem Standstreifen an der Unfallstelle vorbei fahren. Auch auf den Umleitungsstrecken (Verler Straße, Stadtring, B 61) kam es zu erheblichen Behinderungen.

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