Krämchen-Hütte ganzjährig nutzen
Bild: Schildheuer
Stoßen auf die Zukunft der Holzhütte auf dem Rhedaer Wochenmarkt an (v. l.): Gudrun Müller, Helga Müller, Angele Reker, Bernd Schulte, Hüttenwirt Hermann Heusterbrock (hinten), Birgit Kosak, Dirk Wiesbrock, Astrid Kappel-Sudbrock und Simone Hördel.
Bild: Schildheuer

Jetzt denkt die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Zukunft Wochenmarkt Rheda“ darüber nach, für die Hütte eine ganzjährige Lösung zu finden. Der Stand wird von Hermann Heusterbrock bewirtet und ist ein Überbleibsel des Rhedaer Adventskrämchens, das vom ersten Mittwoch im Dezember bis zum darauffolgenden Sonntag stattfindet. Dass die hölzerne Bude an den Wochenmarkttagen auch bis ins neue Jahr hinein unbeirrt die Stellung hält, hat indes schon Tradition. Und das aus gutem Grund, denn Heusterbrocks „kleinster Weihnachtsmarkt der Welt“ erfährt auch über die Dezemberfesttage hinaus regen Zuspruch.

Vereine mit ins Boot holen

„Unser Ziel ist es, Vereine mit ins Boot zu holen, die sich freitags und samstags in der Hütte präsentieren“, erklärt AG-Mitglied und Ordnungsamtmitarbeiter Dirk Wiesbrock. Sie könnten darin zum Beispiel Waffeln, Kaffee und Kuchen verkaufen. Die Einnahmen, so Wiesbrock weiter, sollen in die Kasse der jeweils als Beschicker auftretenden Gruppe fließen. Sie sind zugleich selbst dafür verantwortlich, dass die benötigte Ausstattung – vom Waffeleisen bis zum Geschirr – vorhanden ist. Damit die finanzielle Hürde für die Vereine so gering wie möglich ausfällt, müssen sie lediglich die Stromkosten selbst decken. Mietkosten entfallen zunächst. Mit dieser Regelung wolle die Arbeitsgemeinschaft die Bewirtung der Hütte erst einmal ans Laufen bringen, betont Wiesbrock.

Die Arbeitsgemeinschaft „Zukunft Wochenmarkt Rheda“, die unter anderem aus ortsansässigen Einzelhändlern und Dienstleistern sowie Mitarbeitern der Stadtverwaltung besteht, erhofft sich über einen ganzjährigen Betrieb der Bude zugleich dauerhaft mehr Besucher in der Rhedaer Innenstadt an den Wochenmarkttagen. Denn: „Die Besucherzahlen sind dünn“, räumt Dirk Wiesbrock unumwunden ein. Dank der Vereine-Hütte soll sich das ändern. Der Stand, so sieht es das AG-Konzept vor, soll zu einem festen Anlaufpunkt werden. „Die Bürger sollen sich dort mit Freunden verabreden und sich auf eine gemütliche Runde treffen“, sagt Wiesbrock. Um eine ganzjährige Besetzung der Hütte zu gewährleisten, suchen Dirk Wiesbrock und seine Mitstreiter einen Hauptmieter. Er soll das Gros der Markttage abdecken, weitere Gruppen aber nicht ausschließen. „Wir wissen, dass wir ein ambitioniertes Ziel verfolgen, hoffen jedoch, dass sich viele interessierte Vereine melden“, erklärt Wiesbrock.

Besetzung bis 26. März gesichert

Die Idee, die Hütte ganzjährig stehen zu lassen, kam der AG „Zukunft Wochenmarkt Rheda“ bereits im vergangenen Jahr. Denn auch nach dem Adventskrämchen erwies sich der Stand in der Vergangenheit stets als Besuchermagnet. So finden sich dort auch im Januar zahlreiche Kunden ein, um in geselliger Runde an den Stehtischen Heißgetränke gegen die vorherrschenden knackig-kalten Temperaturen zu ordern. Dirk Wiesbrock ist davon überzeugt, dass sich dieser Zuspruch auch bei steigenden Temperaturen auf gutem Niveau halten lässt: „Wenn es wärmer wird, verkaufen sich Kaltgetränke prima“, sagt er mit einem Schmunzeln. Bis zur Veranstaltung „Rheda erblüht“ am Sonntag, 26. März, soll die Hütte auf jeden Fall auf dem Rathausplatz in Rheda stehen bleiben. Solange würde auch Hüttenwirt Hermann Heusterbrock hinter der Theke stehen, sollte es keine anderweitigen Interessenten für die Bewirtung geben. Vereine, die gern für einen oder mehrere Wochenmarkttage den Stand mit Leben füllen möchten, können sich bei Dirk Wiesbrock melden: E-Mail an dirk.wiesbrock@rh-wd.de oder Telefon 05242/963246.

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