Kramer kauft Teil des Wonnemann-Areals
Bild: Sudbrock
14.000 Quadratmeter der ehemaligen Wonnemann-Flächen an der Hauptstraße/Ecke Westring gegenüber vom „Combi“-Markt hat der Wiedenbrücker Unternehmer Burckhard Kramer gekauft. Einen Abrissantrag für die Hallen hat er bereits gestellt.
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Was auf dem Gelände in zentraler Lage entstehen soll, ist noch unklar. „Wir befinden uns ganz am Anfang eines längeren Prozesses“, sagte Burckhard Kramer. Als gesetzt gelte aber, dass die künftige Bebauung auf dem Wonnemann-Teilstück zu seinen bereits bestehenden Immobilien an der Hauptstraße passen müsse. Der Unternehmer (3C-Gruppe) besitzt an der Hauptverbindungsachse zwischen Wiedenbrück und Rheda unter anderem das Hotel Sonne, das Ärztehaus und den Wohnpark „Altes Finanzamt“.

Künftige Nutzung noch unklar

„Ich bin davon überzeugt, dass wir auch für das frühere Wonnemann-Gelände eine adäquate Nutzungsmöglichkeit finden werden“, unterstrich Kramer. Zunächst sei es sein Bestreben gewesen, sich das aus städtebaulichen Aspekten interessante Areal zu sichern. „Schließlich ist es ein Nachbargrundstück von mir.“

Den Abrissantrag für die früheren Holzwerk-Hallen auf dem Eckgrundstück Hauptstraße/Westring hat Burckhard Kramer bereits bei der Stadt eingereicht. Rathaussprecherin Maximiliane Plöger bestätigte den Eingang des Schreibens und wies darauf hin, dass die Erteilung der Abrissgenehmigung in diesem Fall nicht allein Sache der Stadt Rheda-Wiedenbrück sei. Weil unter anderem eine Umweltverträglichkeitsprüfung eingeholt werden müsse, sei auch der Kreis Gütersloh involviert.

Mit Blick auf die künftige Nutzung sei auf dem Grundstück vieles denkbar. Der Flächennutzungsplan weise das Gelände zwar als Gewerbefläche aus. Das schließe eine andere Verwendung aber nicht grundsätzlich aus. „Dazu müsste für den Bereich ein Bebauungsplan aufgestellt werden“, erläuterte Maximiliane Plöger. Doch die Entscheidung darüber sei Sache der zuständigen politischen Gremien.

Insolventes Holzwerk wird abgewickelt

Ralf Wonnemann sagte auf Nachfrage, dass über die Zukunft der übrigen früheren Holzwerk-Flächen noch nicht entschieden sei. Erklärtes Ziel der Eigentümerfamilie sei es aber, einen möglichst großen Teil davon zu behalten. Sämtliche Grundstücke gehörten nicht zur Insolvenzmasse der Gerhard Wonnemann Holzwerk GmbH, die zurzeit endgültig abgewickelt werde. Anders habe dies beispielsweise beim Maschinenpark ausgesehen, der bereits veräußert worden sei. Aktuell sind nach Auskunft des Geschäftsführers noch fünf Mitarbeiter in der Buchhaltung des Unternehmens beschäftigt. Doch auch hier sei das Ende in Sichtweite.

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