Krammarkt bietet bunte Vielfalt
Wurst satt und reichlich hatte Karl Bauer für die Krammarktbesucher im Angebot.

 Die städtischen Mitarbeiter Dirk Wiesbrock und Hans-Bernd Hensen, die sich um das Einkaufsvergnügen kümmern, konnten 135 Händler in aller Früh willkommen heißen, die für einen vielfältigen Branchenmix sorgten. Einen Kilometer die Lange Straße hinauf, auf der anderen Seite herunter: Auf diesen zwei Kilometern musste man einfach fündig werden. Von Grußkarten, Büchern und Gürteln über Gewürze und BVB-Bettwäsche bis zu Ziegenbutter- sowie Hornhautbalsam reichte die Auswahl.

Vom Silikondeckel bis zum Straußenfederwedel

Astrein war das Angebot an Reinigungsmitteln: Derweil an einem Stand Spiegel blitzblank erstrahlten, und der Kunde mit einem freundlichen „Ich wünsche Ihnen glänzende Zeiten“ ins Getümmel entlassen wurde, strahlte andernorts das Silberbesteck, und auch für das Ceranfeld mangelte es nicht am passenden Produkt. Straußenfederwedel, Bürsten und Schwämme ergänzten die saubere Auswahl. Praktische Vor- und Ausführungen ließen aufhorchen: „Nie mehr Überkochen – das soll ein Silikondeckel mit Blüte möglich machen, und mit dem „flüssigen Nähfaden“ sollen sich Flicken aufkleben lassen und noch bei 95 Grad in der Waschmaschine halten. Aus Obst und Gemüse wurden mit verschiedenen Gerätschaften wahre Kunstwerke gezaubert. Wer hätte gedacht, dass sich eine knubbelige Kartoffel spiralförmig geschnitten am Spieß so elegant ausnimmt? Derweil die modische Frau bei Armbändern mit Druckknopfschmuck interessiert inne hielt, gab es für den Mann, der auf großem Fuß lebt, Socken bis Größe 54. Buntes Holzspielzeug erfreute die Kleinen.

Zwiebeln für Blumenfreunde

Kuschelige Mützen, warme Suppen und Plätzchenausstecher, die vom Notenschlüssel bis zum Telefon reichten: Für Herbst und Winter konnten sich die Besucher reichlich eindecken. 110 Körbe voller Blumenzwiebeln standen für Gartenfreunde in der gemütlich-historischen Fachwerkstraße bereit. Zum nostalgischen Krammarktflair trug der Wurstverkäufer bei, der in guter alter Marktschreiermanier Tüten mit Cervelat aus dem Aostatal, Lachsschinken und allerlei anderen deftigen Leckereien füllte. Und so richtig gemütlich wurde es beim Plausch mit all den Bekannten, die man hier so traf.

SOCIAL BOOKMARKS