Krankenhaus stockt um eine Etage auf
Bild: Werneke
Mehr Komfort und bessere Abläufe versprechen sich von der Erweiterung des Krankenhaustrakts in Wiedenbrück Geschäftsführer Dr. Georg Rüter und Prokurist Wolfgang Bien (v. l.).
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Auf der neuen vierten Etage werden 19 Patientenzimmer mit 25 Betten entstehen. In gut einem Jahr soll das Projekt verwirklicht sein. „Das gesamte Haus wird für jeden Versicherten an Komfort gewinnen“, stellte Geschäftsführer Dr. Georg Rüter bei der Vorstellung der Pläne in Aussicht, da mehr Platz geschaffen werde.

Neue Ein- und Zweibettzimmer

Etwa 1250 Quadratmeter Fläche werden durch die Aufstockung hinzugewonnen. Für die Patienten entstehen auf der Wahlleistungsstation 13 Einbett- und sechs Zweibettzimmer, für die die entsprechenden Zuschläge zu zahlen sind. Die Zimmer werden zwischen 25 und 40 Quadratmeter groß sein, großzügig und behindertengerecht sollen auch die jeweiligen Badezimmerbereiche sein. „Das wird keine Luxusherberge“, erklärte der kaufmännische Leiter Wolfgang Bien, gleichwohl gehören zur „gediegenen Ausstattung“ in jedem Zimmer Balkone und bodengleiche Fenster. Der bettlägerige Patient kann so in den Park blicken. Ist die vierte Etage fertig, sollen die Raumsituation in den übrigen Stationen der Etagen 1 bis 3 entzerrt und der Komfort verbessert werden, erläuterte Bien. Insgesamt gibt es derzeit im Wiedenbrücker St.-Vinzenz-Hospital 90 Patientenzimmer.

Mehr Platz und Komfort

 „Wir brauchen nicht mehr Betten, wir brauchen mehr Platz“, betonte Dr. Rüter. Das gelte zum Beispiel mit Blick auf schwergewichtige und große Menschen. Zudem gebe es unabhängig vom Versichertenstatus „eine hohe nicht bedienbare Nachfrage nach Einzelbetten“, berichtete er. Auch würden Einzelbettzimmer für palliative Zwecke genutzt. Mehr Platz entsteht zudem für Besprechungs- und Behandlungsräume sowie Arbeitszimmer für die Pflegekräfte, schließlich geht es bei der Baumaßnahme zugleich darum, die Arbeitsabläufe zu optimieren. „Beim Patienten soll möglichst viel Arbeitskraft ankommen“, sagte Dr. Rüter.

Energetische Verbesserung

Zwei Fliegen mit einer Klappe: Da das Dach nicht mehr dem modernen Isolierstandard entspricht, kann mit der Aufstockung zugleich energietechnisch der Standard der 60er-Jahre ersetzt werden. Der Neubau soll auf den aktuellen Stand gebracht werden, angefangen von der Dachisolation über mehrfach gedämmte Fenster bis hin zu Beleuchtungs- und Wassertechnik.

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