Kreis fordert von Tönnies Transparenz
Der Kreis Gütersloh hat die Corona-Krisenkommunikation des Rhedaer Fleischkonzerns Tönnies kritisiert.

Man erwarte mehr Verbindlichkeit und Transparenz in der Kommunikation seitens des Fleischkonzerns, sagt Thomas Kuhlbusch, Gesundheits- und Ordnungsdezernent bei der Gütersloher Behörde.

19 neue Corona-Fälle

Tönnies hatte nach Verdachtsfällen innerhalb der Belegschaft am Stammwerk in Rheda wie berichtet umfangreiche Corona-Tests in seinem eigens eingerichteten Untersuchungszentrum vorgenommen. Dabei waren 19 Ergebnisse positiv. Die Mitarbeiter wurden vom Unternehmen in Quarantäne geschickt.

Dass Tönnies die Corona-Tests auf eigene Kosten fortführe, sei grundsätzlich zwar zu begrüßen, sagt Kuhlbusch. „Klar muss aber sein, dass das Gesundheitsamt des Kreises alle Angaben erhält, die nötig sind, um bei positiven Befunden sicherstellen zu können, dass die Infektionsketten unverzüglich unterbrochen werden.“

Adenauer: „Tönnies trägt außerordentliche Verantwortung“

Der Großteil der 19 neu mit Corona infizierten Tönnies-Mitarbeiter hatte sich während eines Kirchenbesuchs angesteckt. Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) betonte in diesem Zusammenhang: „Das Unternehmen Tönnies trägt in Bezug auf die aktuell in Kraft getretenen Lockerungen der kontaktbeschränkenden Maßnahmen und für deren Fortbestand im Kreis Gütersloh eine außerordentliche Verantwortung.“

Kreis setzt Reihenuntersuchungen ab Dienstag fort

Zudem kündigte die Kreisverwaltung am Freitag an, die noch nicht gänzlich abgeschlossenen Corona-Reihentests aller Rhedaer Tönnies-Mitarbeiter im Auftrag der nordrhein-westfälischen Landesregierung von Dienstag an fortzusetzen.

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