Kreissparkasse sucht Vorstandsmitglied
Bild: Sudbrock
Werner Twent (l.) wird im Sommer 2020 aller Voraussicht nach Johannes Hüser (r.) als Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Wiedenbrück folgen. Deshalb begibt sich die KSK schon jetzt auf die Suche nach einem neuen Vorstandsmitglied.
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Hüser (63) verlässt das seit 1997 von ihm geleitete Haus auf eigenen Wunsch mit der Vollendung seines 65. Lebensjahrs zum 31. Juli 2020. Vorgesehen ist offenbar, dass dann das bisherige Vorstandsmitglied Werner Twent (56) Hüsers Nachfolge als Vorsitzender antritt. Die erforderlichen Beschlüsse dafür stehen dem Vernehmen nach allerdings noch aus. Der Verwaltungsrat hat hierzu aber bereits eine entsprechende Absichtserklärung getroffen.

Vier-Augen-Prinzip wahren

Unabhängig davon muss rechtzeitig ein neues zweites Vorstandsmitglied bestimmt werden, um das bei Kreditinstituten obligatorische Vier-Augen-Prinzip zu wahren und die Handlungsfähigkeit der KSK-Spitze zu garantieren. Dafür hat das Geldinstitut nach eigenen Angaben nun mit der Stellenausschreibung, die unter anderem in der „Sparkassen-Zeitung“ veröffentlicht wurde, die Weichen gestellt.

Personalberatung beauftragt

Mit Unterstützung der Kölner Personalberatung IFP sucht die Kreissparkasse Wiedenbrück ein Vorstandsmitglied für den Bereich Vertrieb. „Sie verantworten den gesamten Vertriebsbereich, wobei das Hauptaugenmerk auf dem Firmenkundengeschäft liegt“, heißt es in der Stellenausschreibung. Doch auch das Privatkundensegment, Private Banking und die Vertriebssteuerung gehören demnach zum Zuständigkeitsbereich des neuen zweiten Manns beziehungsweise der neuen zweiten Frau im Vorstand. Nach Auskunft von Johannes Hüser hat der Verwaltungsrat in Abstimmung mit dem Vorstand bereits im Herbst die Überlegungen für eine Nachfolgeregelung aufgenommen. Mit dem Abschluss des Stellenbesetzungsverfahrens sei frühestens in diesem Sommer zu rechnen.

Hüser seit 1997 an der Spitze

Wenn Hüser die Sparkasse im Juli 2020 verlässt, war er insgesamt 48 Jahre für die Sparkassenfinanzgruppe und davon 30 Jahre als Vorstandsvorsitzender aktiv. Zur KSK Wiedenbrück wechselte er zum 1. Januar 1997. Werner Twent kam zum 1. April desselben Jahrs.

Mit der bevorstehenden Neubesetzung des KSK-Vorstands dürften Fusionsgedanken zunächst vom Tisch sein. Zuletzt gab es immer wieder Spekulationen.

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